Home

Der Club

Spielplan

Spielberichte

News

Alm Service

Newsletter

Downloads

Top 50 List

Link Hit List

Live Ticker

Fan Forum

AF Chatbox

Bilder

Alm Panorama

Video

WebCam

Arminia Puzzle

Links

Tippspiele

1. Homepage

Gästebuch

E-Mail

Arminenpepe

Zingst

DSC

Besuche

seit 28.8.00:

DSC

Status:

Spielberichte
2. Bundesliga Saison 2018/19 Arminia Bielefeld


30. Spieltag
21.04.2019 Arminia Bielefeld - FC Ingolstadt 04 1:3 (0:1)

Der abstiegsbedrohte FC Ingolstadt bezwang Arminia mit 3:1 und setzte im Kampf um den Klassenerhalt ein lebenswichtiges Zeichen. Die Arminen nutzten ihre Chancen nicht, während die Schanzer ihre Gelegenheiten gnadenlos ausnutzten. Uwe Neuhaus nahm im Gegensatz zum 1:1 auf St. Pauli keine Änderungen an seiner ersten Elf vor. Ingolstadts Trainer Oral vertraute ebenfalls der selben Mannschaft, die vergangene Woche ein 1:1 gegen Kiel rausholte. Beide Mannschaften tasteten sich zunächst ab und agierten konzentriert im Spielaufbau. Die Schanzer standen von Beginn an extrem hoch und stellten den Arminen die Räume zu. Doch den Blauen gelang es, an den gut stehenden Schanzern vorbeizukommen und das häufig über den auffälligen Andreas Voglsammer: Brian Behrendts langer Schlag in die Mitte landete punktgenau beim 27-Jährigen, der den Ball direkt in die Strafraummitte auf Fabian Klos ablegte. Doch der Stürmer traf den Ball zu ungenau und schob die Kugel rechts am Gehäuse vorbei (11.). Die erste gefährliche Torgelegenheit des Spiels gab den Arminen Selbstvertrauen und so spielten sie weiter befreit nach vorne: Jonathan Clauss behauptete nach einem Patzer von Kotzke den Ball, traf aber nur das Außennetz (18.), wenige Minuten später gab Voglsammer aus etwa 20 Metern einen wuchtigen Schuss auf Tschauner ab, der den Ball parierte (23.). Die spielerischen Vorteile lagen bei dem DSC, doch in der Chancenverwertung haperte es. Auf den FCI traf das nicht zu und so nutzten sie ihre erste gefährliche Toraktion gnadenlos: Kittel führte eine Ecke von links aus, doch sowohl Stefan Ortega Moreno als auch Julian Börner flogen am Ball vorbei, sodass die Kugel direkt vor die Füße von Gaus landete. Der Verteidiger schob die Kugel ins leere Tor ein - 1:0 für Ingolstadt (31.). Reinhold Yabo versuchte es nochmal aus der Ferne (43.), ansonsten wurde Arminia in Durchgang eins nicht mehr wirklich gefährlich und es blieb bei der knappen Führung der Schanzer. Der Beginn des zweiten Durchgangs machte den Blauen wenig Hoffnung, denn die Schanzer begannen extrem angriffslustig und ließen den Arminen kaum Luft. Erst lief Kutschke frei auf Ortegas Kasten zu und scheiterte knapp am Keeper (47.), dann stand der Stürmer allerdings richtig und nickte am langen Pfosten zur 2:0-Führung ein (48.). Der Offensivdrang ließ nicht nach und so erhöhte der eingewechselte Pledl nach einem Steilpass von Lezcano zum 3:0 (63.). Die Attraktivität der Partie sank und zwingende Torgelegenheiten waren nach dem Treffer von Pledl Mangelware. Es schien, als könnten die Blauen nichts mehr ausrichten, doch ein ruhender Ball sorgte kurz vor Schluss doch nochmal für ein Highlight: Voglsammer zirkelte aus etwa 30 Metern die Kugel mit einem gefühlvollen Rechtsschuss ins linkere untere Ecke - Tschauener hatte keine Chance (89.). Der Anschlusstreffer kam aber zu spät und daher blieb es beim 3:1-Erfolg für den FC Ingolstadt, der im Kampf um den Klassenerhalt ein lebenswichtiges Zeichen setzte und nur noch einen Punkt vom Relegationsplatz und fünf Punkte vom rettenden Ufer entfernt ist. Arminia gastiert am Montag, den 29.04 (20.30 Uhr), in Duisburg.


29. Spieltag
14.04.2019 FC St. Pauli - Arminia Bielefeld 1:1 (0:1)

Der FC St. Pauli und Arminia trennten sich in einem Spiel mit zwei gegensätzlichen Durchgängen 1:1. In den ersten 45 Minuten nutzten die Blauen nur eine ihrer zahlreichen Chancen, nach dem Seitenwechsel gelang es den Kiezkickern aber nicht, den nachlassenden DSC noch zu bezwingen. St. Paulis neuer Trainer Luhukay nahm im Vergleich zum 1:2 in Kiel fünf Änderungen an der Hamburger Anfangsformation vor: Brodersen, Knoll (beide Bank) Avevor (Adduktorenverletzung), Sobota (Syndesmoseanriss) und Buballa wurden von Himmelmann, Park, Flum, Miyaichi und Allagui vertreten. Uwe Neuhaus tauschte nach dem 2:1 gegen Aue nur einmal Personal: Florian Hartherz rückte für Anderson Lucoqui (Bank) auf die Linksverteidigerposition. Nach drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen und dem Trainerwechsel waren die Kiezkicker unter Zugzwang, Relegationsplatz drei drohte aus den Augen verloren zu werden. Doch St. Pauli begann schläfrig: Park unterlief einen Diagonalball auf Andreas Voglsammer und foulte ihn beim folgenden Klärungsversuch klar. Im Grenzbereich der Strafraumkante, Schiedsrichter Stegemann zeigte auf den Punkt. Fabian Klos trat an und verlud Himmelmann souverän - die frühe Führung für die Blauen (5.). Jonathan Clauss per Volley aus dem Rückraum (10.), Patrick Weihrauch unter Bedrängnis aus halbrechter Strafraumposition (22.) - die guten Chancen hatte die wesentlich aktivere Arminia. Von der Luhukay-Elf, die diverse Male Abstimmungsprobleme offenbarte, kam nach vorne wenig. Allagui hatte sich nach 13 Minuten vergeblich aus der Mitteldistanz probiert, Buchtmann forderte aus ähnlicher Position immerhin Stefan Ortega Moreno(27.). Kurz zuvor hätte dagegen Voglsammer beinahe auf 2:0 gestellt, Himmelmann lenkte dessen Linksschuss aus nächster Tornähe gerade noch um den Pfosten (25.). Buchtmann war in der Folge auch defensiv gefordert, geistesgegenwärtig köpfte er eine Klos-Flanke vor dem lauernden Weihrauch weg (31.). Nochmals Clauss wäre nach einem Missverständnis zwischen Dudziak und Himmelmann beinahe zum Torerfolg gekommen (42.), St. Pauli war mit dem 0:1 nach 45 Minuten gut bedient. Nach dem Seitenwechsel brachte Luhukay Knoll für Möller Daehli und hatte damit eine gute Entscheidung getroffen: Ein Angriff seiner Hamburger landete über Allagui links bei Knoll, dessen Flanke am zweiten Pfosten Miyaichi einköpfte - der schnelle Ausgleich war gelungen (48.). In der Folge gab sich der DSC zurückhaltend, gewannen die Hausherren mehr und mehr die Oberhand. Gelbe Karten und die Behandlungspausen von Reinhold Yabo und Hartherz ließen aber wenig Struktur aufkommen, Torraumszenen gab es lange Zeit beidseitig keine. Wenn ein Team Gefahr heraufbeschwor, dann der FC St. Pauli. Miyaichi ging gegen Cedric Brunner ins Dribbling, aus spitzem Winkel scheiterte er aber in Ortega (77.). Buchtmann versuchte es wiederum aus der Distanz (80.), Hoogma köpfte nach einer Ecke drüber (89.). Die Blauen schienen sich bereits mit dem Remis angefreundet zu haben, als Klos im Strafraum für den eingewechselten Keanu Staude querlegte - dessen Abschluss misslang komplett (90. +4). So blieb es bei einer Punkteteilung, die die Blauen nicht weiter stört, St. Pauli aber nicht näher an Relegationsrang drei heranrücken lässt (vier Zähler Rückstand). Der DSC empfängt am Sonntag (13.30 Uhr) den FC Ingolstadt.


28. Spieltag
05.04.2019 Arminia Bielefeld - FC Erzgebirge Aue 2:1 (1:0)

Arminia hat sich vor heimischer Kulisse mit 2:1 gegen den FC Erzgebirge Aue durchgesetzt. Ein früher und ein später Treffer ebneten den Weg zu einem verdienten Dreier - das zweite Tor der Blauen war sogar ein ziemlich sehenswertes. Trainer Uwe Neuhaus nahm nach dem 2:2 in Fürth nur eine Änderung vor: Brian Behrendt rückte nach abgesessener Gelbsperre wieder neben Julian Börner in die Innenverteidigung. Dafür nahm Ersatz Amos Pieper wieder auf der Bank Platz. Aues Coach Meyer tauschte nach dem 1:3 in Dresden dagegen dreimal Personal: Anstelle von Rizzuto (Angina), Zulechner (Blessur) und Herrmann (Bank) standen Strauß, Samson und Iyoha von Beginn an auf dem Rasen. "Sie hatten in den letzten Wochen einen Aufwärtstrend", warnte Gäste-Trainer Meyer seine Mannschaft vor dem Anpfiff - und so legte Arminia auch los: Gerade über Jonathan Clauss' rechten Flügel fuhren die Arminen in den Anfangsminuten Angriff um Angriff, mit hohen Hereingaben wurde besonders Fabian Klos - der seinen Vertrag zuletzt um zwei weitere Jahre verlängert hatte - gesucht. Die erste gute Gelegenheit hatte aber Andreas Voglsammer (4.), dem zwei Zeigerumdrehungen dann die verdiente frühe Führung gelang: Klos initiierte per schnellem Einwurf einen Vorstoß über Clauss, der die Kugel von rechts in die Mitte gab. Dort kam der eingrätschende Voglsammer heran und brachte den Ball zuletzt mit dem Arm im Tor unter - der Treffer zählte, 1:0 (6.). Ein paar Minuten später, Behrendt prüfte Männel aus der Distanz (8.), Klos kam an der Strafraumgrenze zu Fall (9.), hatten bis dato überforderte Auer die erste Drangphase hinter sich gebracht. Über längere Ballbesitzphasen verschafften sie sich erst einmal Luft, ihre erste wirkliche Chance verbuchten sie - Tempo und Dynamik waren beidseitig zwischenzeitlich raus - nach einer halben Stunde: In der Folge an einen Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte zog Hochscheidt aus der Mitteldistanz ab, Stefan Ortega Moreno parierte sehenswert (30.). Sehenswert war auch das Solo von Klos, der im Strafraum selbst Männel umkurvte, dann wurde der Winkel aber zu spitz (34.). Ebenso aussichtsreich vergab erneut Hochscheidt im Eins-gegen-eins mit Ortega (36.). So ging es mit 1:0 in die Kabine. Der DSC startete auch besser in den zweiten Abschnitt, Aue stand in der Defensive nun aber stabiler. So benötigten die Blauen diesmal länger - und wieder einmal einen Konter - um erneut Fahrt aufzunehmen. Klos steckte für Reihold Yabo durch, der ließ sich aber zu weit abdrängen (56.). Etwas später tauchte Testroet erstmals so wirklich in Erscheinung, Börner grätschte ihn im Sechzehner souverän ab (66.). Ebenso wichtig sprang Hochscheidt ein, als Clauss nach einem Freistoß halbrechts im Strafraum zum Schuss kam (69.). FCE-Coach Meyer ließ sich lange Zeit, brachte nach 71 Minuten aber dann doch einen neuen Offensiv-Mann. Und Nazarov sollte direkt seine Chance bekommen: Iyohas Maßflanke von der linken Außenbahn köpfte der neue Mann - völlig alleine gelassen - aus sieben Metern aber über den Querbalken (73.). Ein Fehlschuss, der bestraft wurde: Per 80-Meter-Abschlag-Vorlage fand DSC-Schlussmann Ortega Klos, der das Kunstleder fein verarbeitete und mit dem nächsten Kontakt im Kasten unterbrachte - 2:0 (77.). Dem FCE war der Zahn damit zum großen Teil gezogen. Krüger, ebenfalls eingewechselt, gelang auf Vorarbeit von Hochscheidt zwar noch der Anschlusstreffer, dieser fiel allerdings zu spät (89.). Arminia, die in die obere Tabellenhälfte springt (Platz neun) gastiert am Sonntag (13.30 Uhr) in St. Pauli.


27. Spieltag
31.03.2019 SpVgg. Greuther Fürth - Arminia Bielefeld 2:2 (2:0)

Trotz eines 0:2-Halbzeitrückstands ist Arminia noch zu einem Auswärtspunkt bei der SpVgg Greuther Fürth gekommen. Dank zweier Kopfballtore von Fabian Klos holten die Blauen noch ein 2:2 gegen die Franken, die durch einen kuriosen Treffer von Green in Führung gegangen waren. Ebenfalls nicht alltäglich: Fürth-Coach Leitl wurde trotz Halbzeitführung in der Pause auf die Tribüne verwiesen. Leitl musste auf den gelbgesperrten Magyar verzichten, für ihn rückte Maloca in die Innenverteidigung. Wieder dabei nach Gelb-Rot-Sperre war hingegen Green, der Jaeckel aus der Startelf verdrängte. Die dritte und letzte Änderung im Vergleich zum 2:0 in Regensburg fand auf dem linken Flügel statt: Atanga erhielt den Vorzug gegenüber Redondo. Auch auf Seiten Arminias fehlte einer der angestammten Innenverteidiger aufgrund der 5. Gelben Karte: Für den gesperrten Brian Behrendt brachte Uwe Neuhaus Winterneuzugang Amos Pieper, der sein Startelfdebüt in der 2. Bundesliga feierte. Neben Behrendt fielen in Nils Seufert (Oberschenkelprobleme) und Jóan Símun Edmundsson (Bänderzerrung im Knie) auch zwei weitere Spieler aus, die beim 3:1 gegen Bochum noch begonnen hatten, dafür standen die zuletzt angeschlagenen Mittelfeldakteure Manuel Prietl und Reinhold Yabo wieder zur Verfügung und in der Startelf. Dafür musste Stephan Salger auf die Bank weichen, Edmundsson wurde auf dem rechten Flügel durch Jonathan Clauss ersetzt. Die erste Möglichkeit der Partie gehörte den Blauen, der durchgebrochene Andreas Voglsammer legte sich die Kugel aber zu weit vor und blieb am herausstürzenden Burchert hängen (5.). Stattdessen gingen die Hausherren auf kuriose Art und Weise in Führung: Green feuerte einen fulminanten Distanzschuss an den rechten Innenpfosten, von wo aus der Ball an die Hüfte von Stefan Ortega Moreno und von dort hinter die Linie prallte - sehr unglücklich für Arminias Schlussmann (10.). Kurze Zeit später präsentierte sich der DSC auch offensiv unglücklich, sowohl Julian Börner als auch Voglsammer verpassten den Ball nach einer Freistoßflanke von Patrick Weihrauch freistehend (16.). Mehr von einer munteren Zweitligapartie hatten in der Anfangsphase aber die Hausherren, Green scheiterte mit einem wuchtigen Volleyschuss an Ortega (18.). Kurze Zeit später war Arminias Keeper aber zum zweiten Mal geschlagen: Caligiuri initiierte mit einem Antritt über mehr als 30 Meter einen Konter, ehe er auf Reese abspielte. Der Offensivmann fand den freistehenden Keita-Ruel und der Stürmer hatte im Strafraum keine Probleme, auf 2:0 zu stellen (23.). Arminia blieb zwar bemüht, kam im Offensivspiel aber kaum über Ansätze hinaus. So gehörte der einzig nennenswerte Abschluss vor dem Pausenpfiff wieder den Hausherren, Keita-Ruels Flachschuss stellte Ortega jedoch nicht vor größere Probleme (43.). Trotz Halbzeitführung musste Fürth-Coach Leitl die zweite Hälfte der Partie auf der Tribüne verbringen. Der Grund: Nach dem Pausenpfiff hatte er Schiedsrichter Sather beim Gang in die Kabine mit den Worten "Du bist so arrogant" bedacht. Kaum hatte Leitl in der ersten Reihe der Zuschauerränge Platz genommen, sah er schon den Anschlusstreffer der Blauen: Fabian Klos köpfte eine Flanke von Cedric Brunner ein, nachdem Arminias Rechtsverteidiger sich zuvor in einem intensiven Zweikampf mit Wittek durchgesetzt hatte (47.). Die Franken agierten nun zunehmend passiv und überließen den Arminen immer mehr die Initiative. Das sollte sich rächen: Klos köpfte eine Freistoßflanke von Weihrauch zum in dieser Phase nicht unverdienten 2:2 ein (65.). Erst jetzt wurden die Fürther wieder aktiv: Ein abgefälschter Freistoß von Wittek zwang Ortega zum Eingreifen (72.), nach der folgenden Ecke klärte Brunner die Direktabnahme Caligiuiris für seinen schon geschlagenen Schlussmann auf der Linie (73.). Zu weiteren nennenswerten Möglichkeiten zum Siegtreffer kamen beide Teams nicht mehr - obwohl die Arminen in den letzten zehn Minuten in Überzahl agierten, nachdem Wittek sich verletzt und Fürths Co-Trainer Andre Mijatovic schon dreimal gewechselt hatte. Der DSC empfängt am kommenden Freitag (18.30 Uhr) Erzgebirge Aue.


26. Spieltag
17.03.2019 Arminia Bielefeld - VfL Bochum 3:1 (0:0)

Arminia hat auf die deutliche Niederlage in Köln eine starke Reaktion gezeigt und den VfL Bochum im Westfalenduell mit 3:1 niedergerungen. Dabei gingen die Gäste nach der Pause zunächst in Führung. Im Anschluss drehte der DSC jedoch mächtig auf. Durch den Sieg zogen die Blauen mit dem VfL in der Tabelle gleich. Arminias Coach Uwe Neuhaus, den vor dem Spiel große Verletzungssorgten plagten, nahm gegenüber der herben 1:5-Niederlage beim 1. FC Köln vier Änderungen vor: Cedric Brunner, Julian Börner, Anderson Lucoqui und Nils Seufert begannen für Jonathan Clauss, Florian Hartherz (beide Bank) sowie die angeschlagenen Manuel Prietl und Reinhold Yabo. Bochums Trainer Dutt vertraute auf dieselbe Startelf, die zuletzt mit dem 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Heidenheim die Serie von fünf Spielen ohne Sieg (0/1/4) beendet hatte. Torjäger Hinterseer (13 Saisontreffer) fehlte weiter mit einer Oberschenkelverletzung. Beide Mannschaften begannen schwungvoll. Nicht einmal drei Minuten waren gespielt, als die Blauen die erste dicke Chance der Partie hatte. Nachdem eine Hereingabe von Brunner zunächst geblockt wurde, kam der Rechtsverteidiger erneut an den Ball - und hämmerte die Kugel an den Querbalken. VfL-Torwart Riemann hatte das Leder noch entscheidend abgefälscht. Auf der Gegenseite flog ein Kopfball von Zoller über das Gehäuse (13.). Nach diesem verheißungsvollen Beginn verflachte die Partie ein wenig. Beide Mannschaften zogen sich gegen den Ball etwas zurück und agierten im Spiel nach vorne immer wieder zu ungenau. Der DSC agierte offensiv insgesamt allerdings zwingender. In der 21. Minute bot sich Fabian Klos nach einer schönen Kombination der Arminen eine gute Chance, der Angreifer setzte die Kugel aber knapp neben das Tor. Später köpfte Andreas Voglsammer nach einer Flanke des auffälligen Brunner am Gehäuse vorbei (36.). Für Bochum gab auf der anderen Seite Pantovic einen Schuss ab (29.). Durchgang zwei begann verhalten. Zwar störten beide Mannschaften den Spielaufbau des Gegners nun früher, im Spiel nach vorne agierten die Kontrahenten jedoch zu ungenau. So gab es auf beiden Seiten zunächst nur Halbchancen. Schließlich musste ein Standard für die Führung der Gäste herhalten. Eine kurz ausgeführte Ecke landete im Strafraum bei Pantovic, dessen Schuss Stephan Salger genau vor die Füße von Fabian klärte. Der Schuss des Innenverteidigers wurde von Klos noch entscheidend abgefälscht und schlug so unhaltbar für Stefan Ortega Moreno zum 1:0 für Bochum im Tor ein - das 700. Zweitligator des VfL (63.). Die Antwort von Arminia ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Zunächst glich Voglsammer mit einem trockenen Flachschuss zum 1:1 aus (68.), kurz darauf drehten die Blauen die Partie schließlich komplett. Zunächst entschied Schiedsrichter Müller nach einem Handspiel von Janelt auf Elfmeter für Arminia - Klos übernahm die Verantwortung und traf zum 2:1 (78.). Eine Minute später setzte der DSC sogar noch einen drauf, als der eingewechselte Clauss einen Abpraller zum 3:1 für die Arminen ins kurze Eck wuchtete. Für Bochum kam es nun knüppeldick, denn kurz darauf musste Gyamerah nach einer Notbremse mit glatt Rot vom Platz (81.). In Unterzahl konnte der VfL letztlich nichts mehr am Ergebnis ändern und musste so am Ende trotz Jubiläumstor und zwischenzeitlicher Führung ohne Punkte nach Hause fahren. Die Blauen zeigten derweil eine starke Reaktion auf die jüngste Niederlage in Köln. Durch den Sieg zog Arminia in der Tabelle nach Punkten mit dem VfL gleich. Nach der Länderspielpause gastiert der DSC am Sonntag (13.30 Uhr) bei der SpVgg Greuther Fürth.


25. Spieltag
09.03.2019 1.FC Köln - Arminia Bielefeld 5:1 (2:0)

Der 1. FC Köln fertigte Arminia mit 5:1 ab, feierte somit den vierten Sieg hintereinander und bleibt Zweitliga-Spitzenreiter. Durch eine fulminante Anfangsoffensive bogen die Domstädter früh auf die Siegerstraße ein, der DSC taute viel zu spät auf. Wie in der Hinrunde traf Terodde gleich mehrfach. Kölns Trainer Anfang nahm nach dem 2:1-Erfolg in Ingolstadt zwei Änderungen an seiner Anfangsformation vor: Czichos (Erkältung) und Modeste (Bank) wurden von Sobiech und Terodde, der beim Aufeinandertreffen in der Hinrunde zwei Tore erzielte, vertreten. Auch DSC-Coach Uwe Neuhaus wechselte nach dem 1:0 gegen Darmstadt zweimal Personal: Statt Julian Börner (grippaler Infekt) und Nils Seufert (muskuläre Probleme) standen Stephan Salger und Patrick Weihrauch von Beginn an auf dem Rasen. Selbstverständlich gewillt, seine am 23. Spieltag eroberte Tabellenführung zu verteidigen, begann der Effzeh extrem präsent und offensiv ausgerichtet. Den ersten Schuss feuerte Cordoba ab (2.), Geis legte dahingehend per Freistoß zeitig nach (3.). Manuel Prietl klopfte harmlos für die Blauen an (5.), dann wirbelten wieder fast nur dynamische Domstädter. Goalgetter Terodde schoss sich bei seiner ersten Torraumszene noch selbst an (8.), Cordoba köpfte nach einer Ecke drüber (10.), Geis schloss erneut deutlich zu harmlos ab (11.). Nach 14 Minuten, Höger spielte aus dem Mittelfeld einen hohen Ball an den Sechzehner, belohnte sich der Spitzenreiter: Der umtriebige Drexler nahm die Kugel herunter, schirmte sie vor Salger ab und traf vorbei an Stefan Ortega Moreno zum 1:0. Terodde (16.) und Drexler (17.) waren bemüht, schnell nachzulegen, was dem besten Knipser der zweiten Liga kurz darauf auch gelingen sollte: Eine Geis-Ecke köpfte Terodde aus sechs Metern trocken ein - 2:0, 24. Saisontor (21.). Daraufhin köpfte auch Salger nach einem Standard in Richtung Gehäuse (22.), ehe sich die im ersten Abschnitt durchweg domianten Kölner bereits ein wenig in den Verwaltungsmodus begaben. Den allmählich stabiler stehenden Arminen gelang im Angriffsspiel dagegen kaum etwas. Zur zweiten Hälfte brachte Neuhaus Andersson Lucoqui für Florian Hartherz und seine Mannen präsentierten sich merklich aufgeweckter. Doch nachdem der starke Meré einen Konter der Blauen unterband, fiel die Partie wieder in gewohnte Muster zurück: Cordoba enteilte über den linken Flügel Brian Behrendt und schob vor Ortega ins lange Eck ein - 3:0 (48.). Mit dem Rücken zur Wand verbuchte aus dem Nichts auch Arminia ihren ersten Hochkaräter, bei Fabian Klos' Schlenzer von der Strafraumgrenze fehlten nur Zentimeter (52.). Der Effzeh blieb aber auf der Höhe des Geschehens und ließ kaum eine Fünf-Minuten-Sequenz ohne Torannäherung vergehen. Drexler vernaschte Salger und überwand Ortega - Lucoqui grätschte aber ein und verhinderte das 4:0 (62.). Dieses gelang auch Terodde (noch) nicht, als er vier Zeigerumdrehungen später aus kurzer Distanz an die Latte köpfte. Nach einer Hereingabe des rechts durchgebrochenen Clemens schob Terodde alleine vor Ortega dann aber lässig zum vierten Treffer der Domstädter ein (69.). Postwendend knallte Andreas Voglsammer, der eher zufällig an die Kugel kam, diese zum 4:1 in die Kölner Maschen (71.), in der Folge drehte Arminia beinahe sogar ein wenig auf. Damit hätte sie allerdings wesentlich früher anfangen müssen, um beim alten wie neuen Tabellenführer etwas Zählbares mitzunehmen. Für diesen köpfte Terodde Sekunden vor dem Schlusspfiff sogar noch das 5:1 - seinen dritten Treffer des Nachmittags, seinen 26. Treffer der Saison (90.). Der DSC empfängt am nächsten Sonntag (13.30 Uhr) den VfL Bochum.


24. Spieltag
03.03.2019 Arminia Bielefeld - SV Darmstadt 98 1:0 (1:0)

Arminia hat nach zwei sieglosen Partien wieder einmal einen Dreier eingefahren. Vor allem in Durchgang eins agierten die Arminen gegen den SV Darmstadt 98 dominant und gingen hochverdient in Front. Nach der Pause kam das Team von Trainer-Debütant Grammozis mehr auf, wurde bis auf einen Pfostenschuss jedoch nicht wirklich gefährlich und kassierte eine letztlich nicht unverdiente Niederlage. Uwe Neuhaus wechselte nach dem 1:1 gegen Union Berlin auf einer Position: Julian Börner kehrte nach abgesessener Rot-Sperre wieder in die Anfangself zurück, Stephan Salger nahm stattdessen auf der Reservebank Platz. Darmstadts neuer Trainer Grammozis brachte bei seinem Debüt einen neuen Spieler. Im Vergleich zum 2:0 gegen Dresden musste er auf Moritz, der sich die Schulter ausgekugelt hat, verzichten. Für ihn rückte Stark in die erste Elf. Nach kurzer Abtastphase riss der DSC die Partie an sich. Die Blauen liefen Ball und Gegner früh an und zwangen die Gäste zu leichten Ballverlusten. Im Vorwärtsgang bestach der DSC durch Ballsicherheit und brachte Darmstadt vor allem durch schnelle Tempoverschärfung und Seitenwechsel in Bedrängnis. Immer wieder tauchten die Arminen gefährlich vor Lilien-Keeper Heuer Fernandes auf, doch Andreas Voglsammer (4.), Brian Behrendt (10.) und Jubilar Fabian Klos (150. Zweitligaspiel, 14.) ließen zunächst noch Durchschlagskraft vermissen. Von Darmstadt kam weiterhin wenig bis gar nichts. Stattdessen hatte Voglsammer nach einem sehenswerten Spielzug über Nils Seufert und Jonathan Clauss die große Chance auf die Führung, doch der Angreifer scheiterte per Seitfallzieher (19.). Die Neuhaus-Elf stand hinten gut, ließ den Ball gut wandern und wirkte insgesamt frischer und wacher als die Gäste aus Hessen. Verbuchte SVD-Mittelfeldmotor Kempe in der 38. Minute den ersten Lilien-Torschuss, markierte Klos auf der Gegenseite nur zwei Minuten später die hochverdiente DSC-Führung und feierte mit seinem 50. Treffer somit sein zweites Jubiläum an diesem Tag. Nach dem Seitenwechsel setzte zunächst Darmstadt in Person von Mehlem ein Ausrufezeichen, doch der 21-Jährige scheiterte aus 17 Metern am Außenpfosten (50.). Der SVD hielt die nun deutlich weniger zwingend agierenden Arminen immer weiter weg vom eigenen Tor und legte selbst den Vorwärtsgang ein. Hatte die Grammozis-Elf bereits nach 53 Minuten schon mehr Schüsse auf das gegnerische Tor abgegeben, als zuvor im kompletten ersten Durchgang (Mehlem, 53.), gestaltete sie die Partie fortan ausgeglichen. Beide Teams begegneten sich nun auf Augenhöhe. Wenngleich Darmstadt zwar ein wenig aktiver wirkte, versprühte der DSC durch Manuel Prietl (74.) und vor allem Klos (82.) die größere Torgefahr. Der SVD spielte in den Schlussminuten zu hektisch nach vorne, kam dementsprechend nicht mehr groß auf und musste sich den Blauen letztlich nicht unverdient mit 0:1 geschlagen geben. Der DSC ist am Samstag (13 Uhr) zu Gast beim 1.FC Köln.


23. Spieltag
22.02.2019 1.FC Union Berlin - Arminia Bielefeld 1:1 (1:0)

Nach zuletzt fünf Heimsiegen in Folge ließ der 1. FC Union Berlin gegen Arminia Federn und kam gegen die Blauen nicht über ein 1:1 hinaus. Erwiesen sich die Köpenicker in einer schwachen ersten Hälfte als das effizientere Team, machte der DSC in Durchgang zwei Druck und belohnte sich mit dem verdienten Ausgleich. Berlins Coach Fischer wechselte im Vergleich zum 2:3 in Duisburg auf einer Position: Mané (muskuläre Probleme) wurde durch Mees ersetzt. Uwe Neuhaus brachte nach dem 1:3 gegen Magdeburg zwei neue Akteure: Nils Seufert und Stephan Salger durften für Patrick Weihrauch (Bank) und Julian Börner (Rotsperre) von Beginn an ran. Beide Teams schenkten sich von Beginn an nicht viel. Kampf, Leidenschaft und auch Ungenauigkeiten auf beiden Seiten prägten die Anfangsphase, in der die Blauen bis zu 78 Prozent der Zweikämpfe gewannen. Das große Manko: Torchancen waren absolute Mangelware. Sowohl die Eisernen als auch der DSC agierten in einem Duell auf Augenhöhe zu einfallslos im Spiel nach vorne, allerdings zeigten sich die Hausherren äußerst effektiv und gingen mit dem ersten nennenswerten Angriff in Front. Nach einer Reichel-Flanke scheiterte Mees aus zentraler Position zunächst mit dem Kopf an Stefan Ortega Moreno, doch den Abpraller drückte der ehemalige Regensburger mit dem linken Knie über die Linie - 1:0 (23.). Arminia zeigte sich nicht geschockt, ließ aber weiterhin Durchschlagskraft in der Offensivzone vermissen. So hatte Berlin in der 36. Minute in Person von Prömel die Chance, noch vor der Pause auf 2:0 zu stellen, doch der 24-Jährige brachte den Ball nicht an Ortega vorbei. Nach dem Seitenwechsel setzte der DSC direkt ein Ausrufezeichen, jedoch retteten sowohl Gikiewicz als auch der Pfosten gegen Jonathan Clauss respektive Andreas Voglsammer (47.). Union wirkte nicht mehr so sattelfest in der Defensive und offenbarte Probleme mit dem hohen Pressing der Blauen. Der DSC setzte sich in der Berliner Hälfte fest, übte Dauerdruck aus und belohnte sich in der 61. Minute durch Clauss mit dem verdienten Ausgleich. Wenngleich die Neuhaus-Elf zunächst keine weitere Torgefahr heraufbeschwörte, blieb sie fortan tonangebend und ließ die Hausherren kaum noch aufkommen. Es sollte bis zur 76. Minute dauern, ehe Voglsammer mit einem Distanzschuss knapp vorbeizielte, dann waren es Reinhold Yabo (81.) und Jóan Símun Edmundsson (85.), die im Abschluss Präzision vermissen ließen. In den Schlussminuten drehte Union noch einmal auf, wollte den Heimsieg, ließ durch Gogia aber die große Chance auf den Lucky Punch aus und musste sich letztlich mit einem gerechten Remis begnügen. Der DSC empfängt am Sonntag den SV Darmstadt 98(13.30 Uhr).


22. Spieltag
17.02.2019 Arminia Bielefeld - 1.FC Magdeburg 1:3 (0:1)

Der 1. FC Magdeburg schwimmt unter Trainer Oenning weiter auf der Welle des Erfolgs und hat sich durch das 3:1 bei Arminia rneut Luft im Kampf gegen den Abstieg verschafft. Die Siegesserie der Blauen ist dagegen gerissen. Bitter für die Arminen, dass es den Platzverweis und den Freistoß vor dem Magdeburger Führungstor eigentlich nicht hätte geben dürfen. Uwe Neuhaus nahm gegenüber dem überzeugenden 3:0 in Regensburg drei Änderungen vor: Für Rechtsverteidiger Cedric Brunner, der wegen einer Erkrankung kurzfristig ausfiel, begann Jonathan Clauss. Zudem verdrängte im Mittelfeld Patrick Weihrauch Nils Seufert. Auch Julian Börner stand nach muskulären Problemen wieder parat, für den DSC-Kapitän musste Stephan Salger (Bank) weichen. Magdeburgs Coach Oenning konnte im Vergleich zum 1:1 gegen Kiel wieder auf Kirchhoff zurückgreifen, der 28-Jährige verdrängte Hammann auf die Bank. Dort saß auch Niemeyer, der in der Startelf durch Perthel ersetzt wurde. Arminia kam besser in die Partie und bestimmte die ersten Minuten. Doch die erste große Chance hatten die Magdeburger. In der 7. Minute zog Lohkemper im Strafraum ab, sein von Börner noch abgefälschter Schuss klatschte gegen die Querlatte. Nach dem Aluminiumtreffer war Magdeburg präsenter und nahm mehr am Spiel teil. Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Allerdings hatten die Defensivreihen zunächst alles unter Kontrolle, so dass es lange Zeit keine brenzligen Situationen mehr gab. Dies sollte sich dann aber schlagartig ändern. In der 31. Minute foulte Börner Lohkepmer vor dem Strafraum und sah als letzter Mann Rot. Allerdings war Türpitz beim Abspiel zuvor aus dem Abseits gekommen. Perthel ließ sich von all dem nicht beeindrucken und zirkelte den Freistoß zur Magdeburger Führung in die Maschen (33.). Doppelt bitter für die Arminen! Der FCM hatte nun deutlich Oberwasser, einem weiteren Treffer durch Beck wurde in der 43. Minute aber wegen Abseits die Anerkennung verweigert. 120 Sekunden später war es dann aber so weit. Nach einem leichten Ballgewinn im Mittelfeld steckte Kirchhoff auf Lohkemper durch. Der Angreifer nahm auf der linken Seite Fahrt auf, steuerte alleine auf Stefan Ortega Moreno zu und verlud diesen mit einem Rechtsschuss ins rechte Eck zur 2:0-Pausenführung für die Sachsen-Anhaltiner (45.). Ohne personelle Änderungen ging es auf beiden Seiten weiter. Mit der Führung im Rücken und einen Mann mehr auf dem Platz zog sich Magdeburg etwas zurück und überließ dem DSC zunächst die Initiative. Die Arminen suchten die Lücke, ein Freistoß durch Andreas Voglsammer in der 49. Minute, der eine Beute von FCM-Keeper Loria wurde, war allerdings die zunächst einzig nennenswerte Aktion der dezimierten Blauen. Aber die Arminen bewiesen Moral und war weiterhin bemüht. Denn der FCM stand zwar sicher in der Defensive, ließ andererseits aber trotz Überzahl Genauigkeit und Konsequenz bei den Gegenstößen vermissen. Dies sollte sich in der 69. Minute rächen. Manuel Prietl durfte nach einem Ballgewinn Arminias ungehindert durch das Mittelfeld spazieren und passte kurz vor dem Sechzehner auf Florian Hartherz. Dessen Hereingabe von der linken Seite verwertet Fabian Klos zum Anschlusstreffer. Für Spannung in der Schlussphase war also gesorgt. Trotz Unterzahl witterte der DSC nun Morgenluft und drückte auf den Ausgleich. Magdeburg dagegen wackelte mit einem Mann mehr, erzwang in der 86. Minute dann aber die Entscheidung. Es wurde ein Konter über links konsequent zu Ende gespielt, Salger konnte sich gegen den aufgerückten Niemeyer im Strafraum nur mit einem Foul behelfen. Den Strafstoß verwandelte Türpitz zum 3:1-Endstand für Magdeburg. Die Blauen sind am Freitag zu Gast bei Union Berlin (18.30 Uhr).


21. Spieltag
08.02.2019 SSV Jahn Regensburg - Arminia Bielefeld 0:3 (0:3)

Ein deutliches Ergebnis: Arminia setzt seinen Aufwärtstrend fort und gewinnt mit 3:0 beim SSV Jahn Regensburg. Durch einen Elfmeterpfiff begünstigt, setzten sich die Blauen früh ab und bewies eine gewisse Eiseskälte - den Hausherren hingegen gelang es einfach nicht, das Runde im Eckigen unterzubringen. Jahn-Coach Beierlorzer schickte dieselben elf Mann, die auch schon bei der 0:2-Niederlage in Kiel in der Startformation standen, von Beginn an auf den Rasen. Arminias Trainer Uwe Neuhaus nahm nach dem 2:0-Sieg gegen den HSV eine Änderung an seiner Anfangself vor. Stephan Salger ersetzte Julian Börner (nicht im Kader) in der Innenverteidigung. Die Begegnung zwischen einer Mannschaft, die aus der Tabellenmitte nach oben schielen darf (Regensburg, acht Zähler hinter Platz zwei), und einer Mannschaft, die aus der Tabellenmitte noch mit einem Auge nach unten schauen muss (Arminia, acht Punkte vor Rang 16), begann mit beiderseitiger Intention recht lebendig. Bei den Hausherren blieb ein Pass von Adamyan auf George noch in der letzten Kette hängen (4.), die Arminen schlugen indes eiskalt zu: Nach einer schellen Spielverlagerung auf den rechten Flügel durfte Cedric Brunner an den Fünfmeterraum flanken, wo Fabian Klos zur 1:0-Führung einköpfte (6.). Nachdem der Jahn ein wenig aus dem Konzept gebracht worden war, ließ er fahrlässig eine große Ausgleichschance liegen: Ein Steilpass aus dem Zentrum schickte Al Ghaddioui frei durch, sein Querlegen auf Grüttner verkümmerte aber - Brian Behrendt konnte klären (13.). Eine Phase, in der die Regensburger klar den Ton angaben, konnte von den Hausherren jedoch nicht in Zählbares umgemünzt werden. Jäh beendet wurde sie schließlich, nach einem Eckstoß für die Arminia, durch einen Elfmeterpfiff: Sörensen legte seine Arme bei Klos auf, der kam jedoch sehr leicht zu Fall - ein sehr wohlwollender Pfiff. Andreas Voglsammer ließ sich die Gelegenheit aus elf Metern nicht nehmen. Pentke war zwar noch dran, konnte aber nicht entscheidend parieren (25.). Die Blauen präsentierten sich auch in der Folge abgezockter, hatten einige Spielanteile und ließen nur wenig Gefahr zu. Regensburg wurde indes nicht zwingend genug. Einen indirekten Freistoß innerhalb des Sechzehners nach einem Rückpass auf Stefan Ortega Moreno nahm das Schiedsrichtergespann zurück, nachdem SSV-Kapitän Grüttner fair zugab, noch abgefälscht zu haben (30.). Auf der anderen Seite verpasste Salger nach einer Ecke freistehend sogar das 3:0 (37.). Um den zeitnahen Anschluss war der Jahn nach dem Seitenwechsel bemüht. Adamyan, der bei der Ballannahme die Hand zur Hilfe nahm, scheiterte aus wenigen Metern an Ortega (47.). Gnadenlos effektiv bestrafte der DSC das nur drei Zeigerumdrehungen später: Nach einem Einwurf bis in den Sechzehner spielte Reinhold Yabo die Kugel an den Fünfmeterraum, wo Jóan Símun Edmundsson verpasste, Klos aber mit Übersicht für Brunner zurücklegte - der aufgerückte Rechtsverteidiger schob genau neben den Pfosten zum 3:0 ein (50.). Regensburg, das sich defensiv in dieser Szene nicht mit Ruhm bekleckert hatte, lief im Anschluss beinahe wütend an. Es begann ein Chancenwucher, wie ihn das Jahn-Publikum wohl schon lange Zeit nicht mehr gesehen hatte - begünstigt auch durch einen glänzend aufgelegten DSC-Rückhalt Ortega. Zunächst traf Adamyan aus kurzer Distanz noch den Pfosten (58.), dann parierte Ortega einen Grüttner-Kopfball aus fünf Metern (59.). Nachdem Edmundsson per Flachschuss für die Arminen verpasste (63.), scheiterten auch Al Ghaddioui (68.), Nietfeld (72.) und Adamyans abgefälschte Flanke (76.) an Ortega. Zwischenzeitlich kratzte Thalhammer auf der anderen Seite die Kugel von der Linie, womit er einen eigenen Fauxpas ausbesserte (68.). Nachdem Ortega auch gegen den eingewechselten Stolze hielt (78.), stand ihm sein Gegenüber kaum in etwas nach: SSV-Keeper Penkte parierte mit einer Fußabwehr gegen den freistehenden Voglsammer und verhinderte Schlimmeres (87.) - in einem Spiel, in die Hausherren wohl noch ewig hätten anlaufen können. Während die Arminen nach ihrem dritten Sieg in Serie auf einer kleinen Erfolgswelle reiten, droht Regensburg, den Anschluss an die Aufstiegsränge komplett zu verlieren. Für die Blauen geht es am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) gegen Magdeburg weiter.


20. Spieltag
02.02.2019 Arminia Bielefeld - Hamburger SV 2:0 (2:0)

Gut zehn Minuten spielt der Hamburger SV wie ein Tabellenführer, am Ende unterliegt er gegen eine effiziente Arminia mit 0:2. Ausschlaggebend war ein früher Platzverweis Sakais, der den Rothosen jeglichen Wind aus den Segeln nahm - was die Arminen alsbald zu auszunutzen wussten. Sakais Landsmann Ito verpasst in der Schlussphase den Anschluss. Arminias Trainer Uwe Neuhaus änderte seine Anfangsformation nach dem spektakulären 4:3-Sieg über Dynamo Dresden auf einer Position: Für Keanu Staude spielte Reinhold Yabo im offensiven Mittelfeld der Blauen. HSV-Coach Wolf nahm verletzungsbedingt nach dem 2:1-Erfolg gegen den SV Sandhausen ebenfalls eine Änderung vor: Torjäger Lasogga fiel wegen muskulärer Probleme aus, Vagnoman rückte für ihn in die Startelf des Tabellenführers. Die in der Offensive geschwächten Gäste, Kapitän Hunt laboriert an einem Muskelfaserriss, präsentierten sich von Beginn an bestimmter, kamen über Narey von der Strafraumgrenze auch zur ersten guten Gelegenheit der Partie (3.). Mit der Geschwindigkeit der Rothosen zunächst überforderte Arminia taten sich lediglich nach entlastenden Kontern hervor. Der zweite dieser Art sollte jedoch spielentscheidende Folgen haben: Fabian Klos schickte Andreas Voglsammer gedankenschnell auf die Reise, Sakai, der letzte verbliebene HSV-Verteidiger, wusste sich nur noch mit einem Ziehen am Trikot zu helfen und brachte Voglsammer aus dem Tritt - Rote Karte nach 12 Minuten! Hamburg fiel in der Folge aus allen Wolken, fand, obwohl spielerisch zuvor sehr dominant, überhaupt keinen Zugriff mehr. Dem DSC entging das nicht, sie war gewillt, zeitnah Profit aus der plötzlichen Schwächephase des Kontrahenten zu schlagen. Yabo (17.) und Voglsammer (17.) näherten sich an, Letzterer schlug nach einem Nils Seufert-Freistoß aus dem Halbfeld artistisch zu (19.): Mit hohem Bein am ersten Pfosten einspringend traf Voglsammer zum 1:0, dabei verfehlte er Mangalas Kopf nur knapp. Grenzwertig, doch der Treffer zählte. In Rückstand agierte der HSV noch kopfloser, Yabo ließ sich wenig später nur zweimal bitten: Sein erster wuchtiger Schuss aus 18 Metern wurde noch von Pollersbeck entschärft, der zweite, flach abgefeuert, nicht mehr - 2:0 (26.). Bis zur Pause gingen es die Blauen ein wenig ruhiger an, Hamburgs Versuche über Narey versandeten beim hellwachen Brian Behrendt. Aufgrund einer stabil stehenden Defensive konnten es sich die Arminen erlauben, den Tabellenführer nach dem Seitenwechsel die größeren Spielanteile zu überlassen. Der versuchte es über Jatta (53.), dessen Fernschuss es aber an Präzision vermissen ließ. Fehlendes Tempo und mangelnde Kreativität verhinderten einen Hamburger Anschlusstreffer, Arminia tauchte in dieser Phase nur noch selten im letzten Drittel auf. Nach 62 Minuten blieb die Pfeife des Unparteiischen Siebert stumm, als Ito im Strafraum zu leicht zu Fall gekommen war, im Gegenzug sah Bates für ein rüdes Einsteigen gegen Klos "dunkelgelb". Nachdem sich der DSC über Patrick Weihrauch (76.), Florian Hartherz (78.) und Voglsammer (81.) in der Schlussphase nochmals für einen Treffer interessierte, spielte der eingewechselte Hamburger Neuzugang Özcan Ito frei, der mutterseelenallein vor Stefan Ortega Moreno am DSC-Rückhalt scheiterte und damit die letzte große Chance auf den Anschlusstreffer vergab (86.). Für den DSC, der sich von der Abstiegszone distanzieren konnten, geht es am Freitag (18.30 Uhr) in Regensburg weiter.


19. Spieltag
30.01.2019 SG Dynamo Dresden - Arminia Bielefeld 3:4 (3:1)

Arminia hat zum Start ins neue Fußballjahr ein echtes Comeback-Festival bei Dynamo Dresden hingelegt. Coach Uwe Neuhaus lag mit den Arminen bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte zweimal mit zwei Toren zurück, angeführt von Matchwinner Fabian Klos glückte am Ende aber tatsächlich noch ein 4:3-Auswärtssieg. Dresdens Trainer Maik Walpurgis baute im Vergleich zum 3:1-Auswärtssieg beim MSV Duisburg zum Jahresabschluss 2018 auf drei Startelf-Änderungen: Hartmann, Hamalainen und Atilgan rückten für Ballas, Röser (Infekt) und Ebert (Fußprobleme, Bank) ins erste Glied. Arminia-Coach Neuhaus nahm nach der 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Heidenheim vor der Winterpause zwei Wechsel vor: Für Anderson Lucoqui (Bank) und Tom Schütz durften Jóan Símun Edmundsson und Nils Seufert starten. Winterneuzugang und Rückkehrer Reinhold Yabo (RB Salzburg) saß zunächst auf der Bank, Amos Pieper (Borussia Dortmund II) fehlte noch im Kader. "Am Mittwoch wird keiner den anderen total überraschen", hatte Neuhaus vor der Rückkehr nach Dresden gesagt. Seine Elf war es dann aber, die zunächst mit einem doch etwas überraschenden, weil überaus forschen Gästeauftritt verheißungsvoll loslegte. Bis auf einen abgefälschten und entschärften Freistoß Brian Behrendts aus 25 Metern wollte jedoch zunächst keine klare Chance herausspringen (3.). Die Konsequenz, dieder DSC vermissen ließ, zeigten die Hausherren dann gleich in Vollendung: Nikolaou hebelte den Ball an die Strafraumkante zu Atilgan, der junge Stürmer (Startelf-Debüt in der 2. Liga) nahm den Ball stark mit in den Strafraum und netzte mit links ein (19.). Das Spiel nahm an Fahrt auf: Erst zirkelte Atik einen Freistoß aus 20 Metern nur knapp links vorbei (23.), dann foulte Behrendt Koné nach Berko-Vorlage elfmeterreif - Hamalainen nahm sich des Strafstoßes an und platzierte den Ball wuchtig im rechten Eck (27.). Andreas Voglsammer bot sich die Chance zum schnellen Anschluss, doch Schubert behielt im Eins-gegen-eins mit einer starken Fußabwehr die Oberhand (30.). Ein kurioses Slapstick-Eigentor brachte die Blauen dann doch noch ran: Hamalainen fing einen Schuss der Gäste in höchster Not vor der Linie ab, wollte den Ball dann hastig mit der Picke klären - und schoss Atik an, von dem der Ball ins Tor trudelte (34.). Dresden schlug jedoch postwendend zurück: Erst scheiterte Koné per Kopfball am glänzend reagierenden Stefan Ortega Moreno (40.), wenige Sekunden später war der DSC-Schlussmann bei einem Abstauber des Stürmers aber machtlos - der Zwei-Tore-Vorsprung war vor dem Gang in die Kabinen wiederhergestellt. Die Arminen erwischten auch im zweiten Durchgang den besseren Start - und kamen erneut zum Anschluss: Klos verlängerte einen langen Schlag per Kopf, Edmundsson war von Müller nicht zu stoppen und behielt frei vor dem Tor die Nerven (54.). Arminia war nun weiter am Drücker und kurz darauf zweimal im Pech, als erst Schubert per Glanztat einen Yabo-Schuss zur Ecke klärte und Voglsammer bei ebendieser Ecke an den Pfosten köpfte (59.). Kurz darauf war Klos jedoch im Strafraum nur mit einem Foul zu stoppen - der Stürmer trat selbst an und traf zum 3:3 (69.). Nach seiner Vorlage zum zweiten DSC-Treffer und seinem herausgeholten sowie verwandelten Elfmeter zum 3:3 avancierte Klos in der Schlussphase endgültig zum Matchwinner: Erst zwang er Hartmann zu einer mit Rot geahndeten Notbremse, als er auf halber Strecke zum Strafraum nur mit unlauteren Mitteln zu halten war (77.), dann legte er den letzten Treffer der Partie mustergültig per Kopf vor: Julian Börner nickte zum 4:3 aus Sicht der Arminia ein und setzte dem Comeback-Festival der Gäste die Krone auf (79.). Weil Dresdens Schlussoffensive verpuffte, sollte dies die letzte Pointe des offenen Schlagabtausches sein. Und wie geht's weiter? Der DSC empfängt am Samstag (13 Uhr) den Hamburger SV.


18. Spieltag
22.12.2018 Arminia Bielefeld - 1.FC Heidenheim 1:2 (1:1)

Der 1. FC Heidenheim hat beim Heimdebüt von Uwe Neuhaus für dessen erste Niederlage als Coach von Arminia gesorgt. Einen 0:1-Rückstand münzte das Team von der Ostalb noch in einen letztlich etwas schmeichelhaften 2:1-Erfolg um und überwintert damit im oberen Tabellendrittel. Tom Schütz und Andrich schickten im ersten Durchgang Bewerbungen zum "Tor des Monats", Andreas Voglsammer ließ zwei hervorragende Gelegenheiten zum Ausgleich aus. Arminia-Coach Uwe Neuhaus setzte auf die gleiche Startelf, die ihm beim 2:1-Auswärtssieg bei Holstein Kiel eine gelungene Premiere als DSC-Trainer beschert hatte. Heidenheims Trainer Schmidt nahm im Vergleich zum 1:1 in Ingolstadt drei Änderungen an seiner Startelf vor: Beermann, Thiel (nicht im Kader) und Multhaup (Bank) wurden durch Wittek, Strauß und Schmidt ersetzt. Für letzteren war die Partie allerdings schnell wieder vorbei. Bei einem Kopfballduell stieß Schmidt mit Cedric Brunner zusammen und musste kurz darauf benommen ausgewechselt werden, für ihn kam Andrich (10.). Spielerisch dauerte es auf nassem Untergrund eine Weile, ehe sich Gefahr vor einem der beiden Tore entwickelte. Einen Freistoß-Hammer von Brian Behrendt aus großer Distanz konnte Müller halten (15.), Strauß klärte per Grätsche gegen den durchgebrochenen Lucoqui (27.). Vom FCH kam zunächst wenig, der folgende Führungstreffer der Arminen war somit folgerichtig wie wunderschön: Nach einer kurz ausgeführten Ecke hatte Schütz vom linken Strafraumeck viel Platz und schlenzte die Kugel unwiderstehlich ins lange Eck (33.). Erst nach dem ersten Tor der Partie wachte Heidenheim auf und wurde offensiv gefährlich. Einen Distanzschuss von Dovedan ließ Stefan Ortega Moreno vor die Füße von Busch klatschen, verhinderte mit einer starken Parade aber den Treffer im Nachschuss (41.). Kurze Zeit später musste Arminias Schlussmann aber doch hinter sich greifen. Der eingewechselte Andrich spielte einen schnellen Doppelpass mit Dovedan und schlenzte den Ball dann ähnlich gefühlvoll wie Schütz beim Führungstreffer aus 20 Metern in den rechten Winkel (43.) - 1:1 nach Traumtoren, 1:1 auch der Spielstand zur Pause. Die erste Gelegenheit nach dem Seitenwechsel gehörte einmal mehr den Blauen, Julian Börner köpfte eine scharf getretene Schütz-Ecke freistehend über das Tor (51.). Stattdessen drehte Heidenheim die Partie: Börner rutschte im Mittelfeld am Ball vorbei - und dann ging es ganz schnell: Andrich schickte Busch auf die Reise, der auf dem rechten Flügel viel Platz hatte und im Rücken der Abwehr Thomalla fand. Der FCH-Angreifer stellte, von der DSC Abwehr völlig alleingelassen, mit einem humorlosen Abschluss auf 1:2 (55.). Der Treffer markierte den Auftakt zu einer ereignisreichen Phase mit Chancen fast im Minutentakt. Andreas Voglsammer traf nach toller Vorarbeit von Fabian Klos nur den Außenpfosten (59.), auf der Gegenseite zwang der aufgerückte Wittek Arminia-Schlussmann Ortega per Kopf zu einem Blitzreflex (62.). Für die weiterhin bemühte Arminia scheiterten Nils Seufert (64.), Klos (66., 67.) jeweils aus der Distanz an Müller, ebenso wie Schütz kurze Zeit später per Freistoß (78.). Auch in der Schlussphase rannten die Arminen weiter an und drückten auf den Ausgleich, den Voglsammer in der Nachspielzeit noch einmal um Haaresbreite verpasste (90.+3). So aber konnte Heidenheim das vierte ungeschlagene Spiel in Folge feiern und überwintert im oberen Tabellendrittel, Uwe Neuhaus musste seine erste Niederlage als Arminia-Coach einstecken. Das Unterhaus startet ins Jahr 2019 mit einer englischen Woche: Für den DSC geht es am 30. Januar (20.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel in Dresden weiter.


17. Spieltag
14.12.2018 Holstein Kiel - Arminia Bielefeld 1:2 (0:1)

Arminia kann doch noch gewinnen: Beim Debüt von Uwe Neuhaus holten sich die Blauen den ersten Dreier nach neun sieglosen Spielen. Arminia zeigte ein verändertes Gesicht und agierte beim Favoriten mit viel Selbstvertrauen. Andreas Voglsammer und Fabian Klos verpassten es, die Partie schon frühzeitig zu entscheiden. Kiels Trainer Walter veränderte seine Startelf gegenüber dem 2:0-Sieg in Dresden nur auf einer Position: Serra begann für Honsak in der Doppelspitze. Arminias neuer Coach Uwe Neuhaus ließ seine Mannschaft im 4-4-2 beginnen und tauschte die Anfangsformation im Vergleich zum 1:1 gegen Sandhausen dreimal: Cedric Brunner spielte für Jonathan Clauss auf der rechten defensiven Außenbahn, Julian Börner begann für Max Christiansen und Anderson Lucoqui rückte für Patrick Weihrauch ins Team. Vor der Begegnung forderte Neuhaus "Mut" von seiner Mannschaft. Und so präsentierte sich seine Elf auch von Beginn an. Die Blauen spielten von der ersten Minute an selbstbewusst auf und ließ sich auch nicht vom hohen Pressing der Hausherren aus der Ruhe bringen. Gerade der Schachzug mit dem gelernten Linksverteidiger Lucoqui auf der offensiveren Flügelposition ging auf. Der 21-Jährige sorgte für viel Wirbel über die linke Seite und sollte auch beim Führungstreffer des DSC eine Hauptrolle einnehmen: Keanu Staude hatte die Kugel zunächst mit einer starken Einzelaktion gerettet bevor sie ins Tor ausgehen konnte und legte mit seiner Rettungsaktion zudem perfekt für ebenjenen Lucoqui auf, der mustergültig für Klos im Zentrum servierte. Die Hereingabe verwerte Arminias Nummer neun in bester Stürmer-Marnier, indem er sich erst zwei Gegenspieler mit dem Rücken zum Tor vom Leib hielt und anschließen aus der Drehung unhaltbar für Kiels Keeper Kronholm einnetzte (34.). Kiel, das vor dem Spieltag immerhin sieben Spiele ungeschlagen blieb, ließ in den ersten 45 Minuten fast jegliche Offensivbemühung vermissen - von Topscorer Schindler (5 Tore, 6 Assits) war wenig zu sehen. Nach dem Seitenwechsel agierten beide Teams von Anfang an mit offenen Visieren. Kiel startete wütende Angriffe um den frühen Ausgleich zu erzielen und kam auch zur ersten guten Gelegenheit im zweiten Abschnitt: Van den Bergh kam am rechten Flügel an die Kugel und zog von der rechten Strafraumkante ab - sein Schuss streifte noch den Außenpfosten (47.). Trotz der Kieler Offensivbemühungen sollten der DSC aber weiterhin die besseren Chancen haben, aber immer wieder ihren Meister im glänzend aufgelegten Kronholm finden. Zunächst scheiterte Staude aus zehn Metern frei vor dem Tor an dem 33-Jährigen Schlussmann (55.). Und dann vergab der Blaue Doppelsturm, der heute in Rot/Schwarz auflief, eine Doppel-Chance leichtfertig: Voglsammer schloss aus zwölf Metern zu zentral ab - und auch beim Klos' Nachschuss war Kronholm wieder zur Stelle (58.). Fast aus dem nichts fiel dann der Ausgleich: Arminias Innenverteidiger hatte einen ungefährlichen Ball wieder heiß gemacht, indem er ihn in den eigenen Fünfmeterraum zurück köpfte. Dort bediente Kinsobmi Serra, der die Kugel erst an den Querbalken köpfte und beim Nachschuss den Arm zur Hilfe nahm, bevor er zum 1:1 einschob (73.). Seinen Fehler machte Börner wenig später wieder gut: Nach einem Schütz-Freistoß schraubte sich der Kapitän im Strafraum am höchsten und wuchtete die Kugel zur erneuten Führung in die Maschen (81.). In den letzten Minuten blieb die Schluss-Offensive der Heimmannschaft aus, auf der anderen Seite verpasste der DSC gleich mehrfach den Sack zuzumachen. Die Blauen treffen zum Rückrundenauftakt am Samstag (13.00 Uhr) auf den 1.FC Heidenheim.


16. Spieltag
09.12.2018 Arminia Bielefeld - SV Sandhausen 1916 1:1 (0:0)

Arminia und der SV Sandhausen bleiben ihren Serien treu: Beide Teams können derzeit einfach nicht gewinnen und trennten sich im direkten Duell mit 1:1. Nach einer schwachen ersten Hälfte schalteten beide Mannschaften nach dem Seitenwechsel zwar einen Gang hoch, konnten aber keinen Sieger küren. Während die Arminen inzwischen seit neun Ligaspielen ohne Dreier sind, wartet der SVS seit nunmehr sechs Partien auf einen Sieg. Arminias Trainer Jeff Saibene ließ die Mannschaft auflaufen, die in der Vorwoche im Derby gegen den SC Paderborn ein 2:2 erspielt hatte. Julian Börner, gegen Paderborn noch mit einem grippalen Infekt angeschlagen, stand aus disziplinarischen Gründen nicht im Kader. Gästetrainer Koschinat baute nach der 1:2-Heimniederlage gegen Heidenheim umfangreich um: Es begannen Zhirov, Kulovits, Taffertshofer und Wooten. Linsmayer (5. Gelbe) und Gislason (Zerrung) fehlten, Jansen und Volland saßen auf der Bank. Nachdem der DSC in den Anfangsminuten das Tempo bestimmt hatte, es vor dem Tor aber an Durchschlagskraft vermissen ließ, kam Sandhausen besser in die Partie. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Kontrahenten darauf bedacht waren, keine Fehler zu machen. Das wirkte sich auf den Unterhaltungswert aus, denn Chancen blieben hüben wie drüben Mangelware. So dauerte es bis zur 27. Minute, ehe ein Zufallsprodukt einen ersten Torschuss brachte: Patrick Weihrauch rutschte der Ball über den Fuß, seine Flanke wurde zum Torschuss, der einen Meter über die Latte ging. Auch wenn es nur Halbchancen waren, blieb der DSC etwas aktiver: Ein Distanzschuss von Florian Hartherz (32.) sowie ein Kopfball von Tom Schütz (38.) gerieten aber harmlos. Letztlich gehörte die beste Szene der ersten Hälfte den Gästen - allerdings unter Mithilfe der Defensive der Blauen. Denn bei einem Querpass von Förster landete Max Christiansens Klärungsversuch erneut beim Sandhäuser. Dessen zweites Zuspiel konnte Jonathan Clauss klären (41.). Da auf der Gegenseite Keanu Staudes Direktabnahme nach einem schnellen Gegenangriff im Bielefelder Himmel landete (45.+2), ging es torlos in die Kabine. Sandhausen erwischte nach Wiederanpfiff den besseren Start, Förster schickte Klingmann über die Außenbahn, dessen Flanke Schleusener - allerdings aus klarer Abseitsposition - zum 1:0 an Ortega vorbei ins Tor schob (46.). Der Treffer belebte die Partie, in der nach einem Pfostentreffer von Schleusener vorerst die Arminen das Kommando übernahmen. Zunächst konnte Andreas Voglsammer ein Zuspiel nicht verwerten (54.), dann stand erneut das Schiedsrichtergespann im Fokus: Nach Zuspiel von Fabian Klos klärte Schuhen einen Prietl-Kopfball im Tor stehend - ob vor oder hinter der Linie ließ sich nicht abschließend klären. Der Schiedsrichter ließ weiterspielen (56.). Da auch Klos an Schuhen scheiterte (60.), verpuffte die Drangphase der Arminen ohne Treffer. Und so wurde die Saibene-Elf in der Folge hektischer und die Partie ruppiger. Dennoch blieb Arminia im Vorwärtsgang das aktivere Team. Schütz scheiterte zunächst per Freistoß an Schuhen (74.), agierte wenig später aber als Vorbereiter zum 1:1: Schuhen konnte den Schuss des Arminen nur nach vorne klären, wo Voglsammer per Abstauber zum 1:1 einnetzte (79.). In der Schlussphase wirkten die Blauen agiler, schaffte es aber nicht mehr, sich klare Torchancen zu erspielen. Und so blieb es letztlich beim Remis. Für Arminia geht es am nächsten Freitag (18.30 Uhr) in Kiel weiter.


15. Spieltag
30.11.2018 SC Paderborn 07 - Arminia Bielefeld 2:2 (0:0)

Arminia hat den ersehnten Befreiungsschlag verpasst. Im Ostwestfalen-Duell beim SC Paderborn reichte es für die Blauen trotz zweimaliger Führung nur zu einem 2:2. Während Paderborn dank eines späten Jokertores die erste Heimniederlage der Saison gerade noch abwendete, ist der DSC seit mittlerweile acht Spielen ohne Sieg (0/2/6). SCP-Coach Baumgart verzichtete im Vergleich zum 5:1-Sieg beim 1. FC Heidenheim auf personelle Wechsel und vertraute auf die dieselbe Startelf. Jeff Saibene war gegenüber der 0:1-Niederlage gegen den MSV Duisburg zu zwei Änderungen gezwungen: Kapitän Julian Börner fiel mit einem grippalen Infekt kurzfristig aus, auch der gesperrte Cedric Brunner (5. Gelbe Karte) fehlte. Dafür begannen Max Christiansen und Andreas Voglsammer. Arminia begann in einem 4-4-2 mit Mittelfeldmann Manuel Prietl in der Innenverteidigung schwungvoll und suchte den direkten Weg nach vorne. Christiansen gab früh einen ersten Warnschuss ab (3.), wenig später verzog Tom Schütz knapp (9.). Der DSC stand zunächst hoch und störte den Spielaufbau der Gastgeber früh. Die hatten dadurch Probleme, ins Spiel zu kommen. Erst nach rund einer Viertelstunde bekam der SCP mehr Zugriff und hatte durch Antwi-Adjej einen ersten Abschluss (14.). Im Anschluss erarbeitete sich Paderborn zwar ein leichtes optisches Übergewicht, tat sich gegen die neuformierte DSC-Abwehr aber schwer, Chancen zu kreieren. Arminia verteidigte aufmerksam und war gegen die zweitbeste Offensive der Liga oft den entscheidenden Schritt schneller. Weil Arminia im Spiel nach vorne allerdings die Durchschlagskraft fehlte, blieb es auf beiden Seiten allenfalls bei Halbchancen. Kurz vor der Pause ließen die Gastgeber mal etwas Spielwitz aufblitzen, Michel kam im Strafraum aber letztlich nicht zum Abschluss (41.). Nach dem Seitenwechsel erwischten die Blauen einen Start nach Maß: Eine Hereingabe von Fabian Klos landete bei Voglsammer, der an der Strafraumkante trocken abzog und zum 1:0 für Arminia traf (46.). Zwei Minuten später hätten der DSC beinahe erhöht, Klos traf aus kurzer Distanz aber nur das Außennetz. Stattdessen gelang Paderborn auf der Gegenseite der schnelle Ausgleich: Einen Freistoß von Klement verlängerte Schonlau per Kopf ins lange Eck zum 1:1 (51.). Kurz darauf hätte der SCP die Partie komplett auf den Kopf stellen können, Dräger verzog frei vor Ortega aber knapp (55.). Beide Mannschaften zeigten in Durchgang zwei deutlich mehr Zug zum Tor, sodass es hin und her ging. Nach einem Freistoß von Schütz prallte der Ball von Schonlau vor die Füße von Klos, der gedankenschnell abzog und aus kurzer Distanz zum 2:2 für Arminia traf (63.). Paderborn wäre beinahe erneut schnell zurückgekommen, Stefan Ortega Moreno war bei einem Kopfball von Hünemeier jedoch zur Stelle (67.). In der Schlussphase warf Paderborn noch einmal alles nach vorne, kam aber bis auf einen Schuss von Vasiliadis, der knapp am Kreuzeck vorbeizielte (72.), jedoch nicht zu nennenswerten Torchancen. Als es bereits nach einem Befreiungsschlag für die Blauen aussah, schlug Paderborn schließlich doch noch zu: Nach einem hohen Ball in den Strafraum scheiterte Ritter zunächst an Ortega. Der Abpraller landete jedoch beim kurz zuvor eingewechselten Düker, der die Kugel mit seinem zweiten Ballkontakt zum 2:2 über die Linie stocherte (90.). Paderborn wehrte damit gerade noch die erste Heimniederlage der Saison ab. Der DSC hingegen verpasste trotz zweimaliger Führung den ersehnten Dreier und ist nun seit acht Ligaspielen (0/2/6) ohne Sieg. Arminia empfängt am Sonntag den 9.12. (13.30 Uhr) den SV Sandhausen.


14. Spieltag
23.11.2018 Arminia Bielefeld - MSV Duisburg 0:1 (0:0)

Der MSV Duisburg hat zum Auftakt des 14. Spieltags das Kellerduell bei Arminia mit 1:0 für sich entschieden. Auf der Alm sahen die Zuschauer eine Partie mit vielen Fehlern und insgesamt wenigen Höhepunkten - bis der MSV kurz vor dem Ende eiskalt zuschlug. Während sich der DSC damit weiter im freien Fall befindet, zog der MSV nach Punkten mit den Blauen gleich. Jeff Saibene wechselte im Vergleich zum 1:1 beim FC Ingolstadt vor der Länderspielpause dreimal: Stefan Ortega Moreno kehrte nach Innenbandzerrung ins Tor zurück, auch Florian Hartherz und Patrick Weihrauch begannen. Ersatzkeeper Phillip Klewin und Anderson Lucoqui nahmen dafür auf der Bank Platz, Topscorer Jóan Símun Edmundsson fehlte verletzt. Duisburgs Coach Lieberknecht nahm gegenüber dem 0:0 beim SV Sandhausen zwei Änderungen vor: Fröde kehrte nach seiner Gelbsperre zurück in die Startelf, Hajri saß dafür auf der Bank. Zudem ersetzte Iljutcenko im Angriff Sukuta-Pasu (Bank). Die Partie begann hektisch, beide Mannschaften leisteten sich viele Ballverluste. Nach einem schönen Spielzug von Arminia über Fabian Klos und Weihrauch bot sich Keanu Staude die erste Chance des Spiels - Wiegel blockte in höchster Not (9.). Nur zwei Minuten später hatte Duisburg das Glück auf seiner Seite: Nach einem Fehlpass von Wolze leitete Klos auf Staude weiter, der von der Strafraumkante abzog und am Pfosten scheiterte. Auf der Gegenseite musste sich Ortega ein erstes Mal langmachen. Stoppelkamp verlängerte eine Flanke von Wiegel, der DSC-Torwart kratzte die Kugel aus dem Winkel (13.). Nach dieser unterhaltsamen Anfangsphase verflachte die Partie deutlich. Arminia zog sich bei gegnerischem Ballbesitz in die eigene Hälfte zurück und lauerte auf Fehler der Gäste. Duisburg hatte dadurch zwar optische Vorteile, zeigte sich im Spiel nach vorne aber ohne Ideen. So dauerte es bis zur 34. Minute, ehe es wieder gefährlich wurde: Ein Kopfball von Julian Börner nach einer Ecke geriet allerdings zu unplatziert. Kurz vor der Pause hatte Stoppelkamp plötzlich die Führung auf dem Fuß: Der Offensivmann legte sich nach einem Fehlpass von Jonathan Clauss den Ball an Ortega vorbei - Cedric Brunner klärte in höchster Not (45.). Nach dem Seitenwechsel agierten die Blauen etwas offensiver, die erste Chance in Durchgang zwei hatte allerdings Duisburg: Nach einer Ecke von Schnellhardt köpfte Bomheuer über den Querbalken (51.). Der MSV agierte im Spiel nach vorne mit etwas mehr Tempo, zeigte sich aber weiter ohne zündende Ideen. Weil sich auch der DSC viele kleine Ungenauigkeiten leistete, erlebten beide Torhüter über weite Strecken eine ruhige zweite Hälfte. Ein Fernschuss vonBrian Behrendt, der knapp am Kreuzeck vorbeistrich (66.), war lange Zeit der einzig nennenswerte Abschluss. So schleppte sich die Partie ihrem Ende entgegen. Arminia entwickelte gegen Ende der Partie etwas mehr Zug zum Tor, sodass sich für Duisburg mehr Räume ergaben. Zunächst scheiterte Tashchy noch an Ortega, kurz darauf zappelte der Ball schließlich im Netz: Nach einem Ballverlust der Blauen ging es schnell, Schnellhardt steckte auf Engin durch, der frei vor Ortega ins lange Eck zum 1:0 für den MSV vollendete (82.). In den Schlussminuten warf der DSC alles nach vorne und kam in der Nachspielzeit noch einmal zu einer Chance: Nach einer Ecke köpfte der eingewechselte Prince Osei Owusu aber über den Querbalken (90.+2). So stand für die Arminia am Ende die sechste Niederlage aus den jüngsten sieben Spielen (ein Remis). Damit befindet sich der DSC weiter im freien Fall, am Freitag (18.30 Uhr) sind die Blauen beim SC Paderborn zu Gast.


13. Spieltag
11.11.2018 FC Ingolstadt 04 - Arminia Bielefeld 1:1 (0:0)

Ingolstadt und Arminia trennten sich im Kellerduell 1:1. Der DSC verpasste den Blitzstart, danach dominierte der FCI klar und ging folgerichtig in Führung. Weil der DSC in der Offensive an Harmlosigkeit zunächst nicht zu überbieten war, schienen die Schanzer einem ungefährdeten Erfolg entgegenzustreben. Doch es kam anders. Am Ende war für beide der Sieg drin. Ingolstadts Trainer Nouri ersetzte nach dem 2:2 in Kiel Röcher (Bank) durch Cohen. Jeff Saibene tauschte gegenüber dem 1:2 gegen den FC St. Pauli zweimal Personal aus: Für Cedric Brunner (Knieprobleme) und Stephan Salger (Bank) spielten Jonathan Clauss und Brian Behrendt. Die Blauen verpassten einen Start nach Maß, als Keanu Staude aus elf Metern unbedrängt über den Balken hämmerte - Riesenglück für Ingolstadt (2.). Der DSC war zunächst besser im Spiel, agierte bissig und zweikampfstark. Mit einer Topchance auf der anderen Seite für Otavio - der Außenbahnspieler schoss aus elf Metern daneben (8.) - wendete sich das Blatt. Die Schanzer kombinierten nun besser, gewannen an Sicherheit. Die nächste Möglichkeit hatte Kutschke nach einem Standard per Kopf - Klewin parierte famos (12.). Der DSC fand nur wenig Entlastung, die Gastgeber diktierten das Geschehen angetrieben vom Ex-Arminen Kerschbaumer klar. Und erspielten weitere Chancen: So nach Otavios Flügellauf, als sich in der Mitte kein Abnehmer fand (19.), und vor allem bei einem direkten Freistoß von Kerschbaumer, der genau am Lattenkreuz landete (28.). Den Blauen fehlte offensiv komplett der Plan. Immerhin aber hielt die Saibene-Elf, bei der Salger noch vor der Pause Patrick Weihrauch ersetzte (43.), den Gegner bis auf eine Cohen-Chance (41.) in der Folge fern vom eigenen Strafraum. Mit 0:0 ging es in die Kabine. Nach Wiederanpfiff gehörten die ersten Aktionen den Arminen, die sich in den Zweikämpfen zunächst besser in Szene setzten. Bis zur 55. Minute: Ananou entschied das direkte Duell mit Salger für sich und zog rechts das Tempo an. Nach seinem Pass auf Osawe spielte der Stürmer in den Rückraum, wo Cohen aus 14 Metern flach ins rechte Eck vollendete. Arminia musste reagieren, Saibene tat dies mit frischem Personal und schöpfte sein Auswechselkontingent mit den Jokern Florian Hartherz (62.) und Andreas Voglsammer (66.) früh aus. Doch lange Zeit war der DSC offensiv an Harmlosigkeiten nicht zu überbieten, Ingolstadt hatte zunächst keine Mühe, den Vorsprung zu verteidigen. Der Ausgleich fiel so komplett aus dem Nichts! Fabian Klos war nach Jóan Símun Edmundssons Flanke vom rechten Strafraumeck im Zentrum blank und nickte überlegt ins rechte Eck ein (78.). Der Siegtreffer war in der Schlussphase auf beiden Seiten drin. Heerwagen parierte gegen aufgewachte Arminen gegen Staude (84.), Julian Börner nickte vorbei (85.). Und auf der anderen Seite hatte Joker Lezcano Riesenpech, als sein Drehschuss vom Innenpfosten ins Feld zurückprallte (89.). So blieb es beim 1:1. Der DSC empfängt am Freitag (18.30 Uhr) den MSV Duisburg.


12. Spieltag
04.11.2018 Arminia Bielefeld - FC St.Pauli 1:2 (1:0)

Der FC St. Pauli hat zumindest vorübergehend die Tabellenführung im Unterhaus übernommen: Beim 2:1 auf der Alm ließen sich die Kiez-Kicker auch von einem Pausenrückstand nicht aus der Ruhe bringen. Für Arminia war es die sechste Niederlage in Folge - wobei speziell der zweite Gegentreffer einen faden Beigeschmack hatte. Jeff Saibene warf nach dem sehr enttäuschenden 0:3 im DFB-Pokal gegen Duisburg die Rotationsmaschine an: Cedric Brunner, Stephan Salger und Anderson Lucoqui verteidigten für Jonathan Clauss, Brian Behrendt und Florian Hartherz. Davor standen auch Tom Schütz, Keanu Staude und Patrick Weihrauch für Max Christiansen, Roberto Massimo und Andreas Voglsammer in der Anfangsformation. Darüber hinaus musste Nils Seufert kurzfristig krankheitsbedingt passen. Beim FC St. Pauli nahm Coach Kauczinski im Vergleich zum 0:1 gegen Kiel zwei Veränderungen vor: Ziereis fiel erkrankt aus, im Abwehrzentrum sprang dafür Carstens ein. Dazu begann in der Offensive Miyaichi für Sahin. Vom Start weg war den Blauen anzumerken, dass sie Wiedergutmachung betreiben wollten. Die Blauen gingen aggressiv und giftig in die Zweikämpfe, dazu suchte der DSC den Weg zum Tor. Nach fünf Minuten fast mit Erfolg: Der aufgerückte Lucoqui fand am ersten Pfosten Jóan Símun Edmundsson, der ein Stück zu hoch zielte. Kurz darauf war es schon passiert, als Avevor eine Lucoqui-Flanke vor die Füße von Staude abwehrte. Dessen Volleyschuss aus der zweiten Reihe schlug im linken unteren Eck ein - 1:0 (7.). In der Folge kam aber vor allem St.Pauli besser rein ins Spiel, der Rückstand schien die Hamburger wachgerüttelt zu haben. Richtig gefährlich wurde es erst nach 23 Minuten: Allagui fand den völlig freien Flum, der rechts im Strafraum am glänzend aufgelegten Philipp Klewin scheiterte. Der DSC antwortete mit Fabian Klos und Staude (25., 27.), doch es blieb beim 1:0. Das letzte Ausrufezeichen vor der Pause entsendete St. Paulis Neudecker, dessen fulminanter Versuch aus 17 Metern von Klewin sehenswert entschärft wurde (42.). Nach dem Seitenwechsel brachte Kauczinski für den blassen Miyaichi Veerman. Die erste dicke Möglichkeit gehörte aber wieder der Arminia, allerdings scheiterte Staude aus aussichtsreicher Position am hervorragend reagierenden Himmelmann (48.). Im direkten Gegenzug die kalte Dusche: Salger fällte unnötigerweise Dudziak, den fälligen Strafstoß verwandelte Knoll sicher zum 1:1 (49.). Und es kam noch dicker für die Blauen, denn Buballa fand Veerman. Der Joker legte aus Abseitsposition mit der Brust für Möller Daehli auf, der fast schon artistisch ins rechte untere Eck traf - 2:1 (56.). Der irreguläre Treffer spielte St. Pauli in die Karten, die Kiez-Kicker traten nun mit deutlich mehr Selbstvertrauen auf. In der Folge lag gar das 3:1 in der Luft, doch Neudecker traf die Latte und Allagui köpfte Sekunden später über das Tor (66.). In den letzten 25 Minuten probierte die Arminia nochmal alles, Saibene brachte mit Prince Osei Owusu (für Brunner) einen zusätzlichen Offensivmann. Die Kiez-Kicker verteidigten es bis zum Schluss aber konsequent. So blieb es letztlich beim 2:1-Erfolg für die Gäste, die damit zumindest vorübergehend die Tabellenspitze im Unterhaus übernehmen. Nach der sechsten Pflichtspiel-Niederlage in Folge muss der DSC nun am nächsten Sonntag (13.30 Uhr) in Ingolstadt antreten.


DFB-Pokal 2. Hauptrunde
31.10.2018 Arminia Bielefeld - MSV Duisburg 0:3 (0:3)

Dank eines souveränen 3:0-Erfolgs bei Arminia zieht der MSV Duisburg ins Achtelfinale des DFB-Pokal ein. Dank großer Effizienz und individueller Klasse schossen die Zebras bereits vor der Pause einen klaren Vorsprung heraus. Jeff Saibene veränderte seine Anfangsformation im Vergleich zur 0:1-Niederlage beim FC Erzgebirge Aue auf drei Positionen: Jonathan Clauss besetzte für Cedric Brunner die rechte defensive Außenbahn, Julian Börner kam für Stephan Salger in die Innenverteidigung und Max Christiansen spielte für Nils Seufert. Duisburgs Coach Lieberknecht wechselte seine Startelf gegenüber dem 1:1 beim FC Ingolstadt ordentlich durch und brachte mit Souza, Engin, Sukuta-Pasu und Verhoek vier frische Offensiv-Kräfte. Stoppelkamp, Iljutcenko, Tashchy und Regäsel mussten zunächst weichen. Der MSV begann offensiv und ging mit verändertem System in die Partie: Lieberknecht setzte auf eine Doppelspitze aus Sukuta-Pasu und Verhoek. Unterstützt wurde das Stürmerpaar von den offensiven Außenspielern Souza und Engin. Aus dem genannten Quartett sollten dann auch zwei Akteure für den Traumstart der Gäste sorgen: Engin brachte einen Freistoß scharf in den Strafraum, Verhoek stieg im richtigen Augenblick nach vorne und köpfte ins leere Tor ein - Philipp Klewin hatte sich beim Herauslaufen verschätzt (12.). Arminia ließ sich danach nicht hängen, große Torchancen ergaben sich für sie im ersten Abschnitt allerdings nicht. Die Zebras agierten abwartend, sobald die Mannschaft von der Wedau aber an den Ball kam, ging es blitzschnall in Richtung Arminia-Gehäuse. In der 38. Minute kombinierten sich Schnellhardt und Wolze per Doppelpass-Stafette über den halben Platz, Schnellhardt vollendete das Zusammenspiel aus gut 15 Metern mit einem trockenen Rechtsschuss zum 2:0. Noch vor der Halbzeit sorgte Souza für die Vorentscheidung: Wiegel nutzte einen der vielen freien Räume auf der rechten Außenbahn und bediente völlig unbedrängt Souza im Zentrum, der zwei Gegenspieler vernaschte und zum 3:0 einschob (45.). Im zweiten Durchgang konzentrierten sich die Gäste auf ihr Defensivverhalten und überließen der Arminia das Spielgeschehen. Doch der Saibene-Elf ging weiterhin jede offensive Kreativität ab. So überraschte es nicht, dass die einzige nennenswerte Möglichkeit der Blauen durch eine Zufallsproduktion zustande kam: Über Umwege fiel der Ball Prince Osei Owusu vor die Füße, der nach einer schönen Drehung den Ball an den Querbalken zimmerte (69.). In der Schlussphase konnte Arminia keine Offensive mehr zünden. Damit setzte sich der MSV auch im dritten Pokalvergleich mit den Arminen durch und zog verdient ins Achtelfinale ein. Der DSC spielt am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den FC St. Pauli.


11. Spieltag
27.10.2018 FC Erzgebirge Aue - Arminia Bielefeld 1:0 (0:0)

In einer über weite Strecken sehr zähen Zweitligapartie setzte sich Erzgebirge Aue am Samstagnachmittag gegen Arminia mit 1:0 durch. Das Tor des Tages hatte es in sich. Aues Trainer Meyer wechselte im Vergleich zum 1:1 bei Dynamo Dresden auf drei Positionen: Für Rapp, Rizzuto und Iyoha begannen Cacutalua, Strauß und Betram. Jeff Saibene nahm nach der bitteren 2:3-Heimpleite gegen Greuther Fürth zwei Änderungen vor: Für den verletzten Stammkeeper Stefan Ortega Moreno stand Philipp Klewin zwischen den Pfosten. Außerdem musste Jonathan Clauss für Roberto Massimo auf der Bank Platz nehmen. Mit Massimo auf dem linken Flügel kehrte Saibene zum klassischen 4-4-2-System mit einer Doppelsechs zurück. In einer durchaus munteren Auftaktphase suchten beide Mannschaften den Weg nach vorne, zu großen Chancen kam es dabei nicht. Stattdessen setzte es für Arminia einen frühen Dämpfer, weil sich Kapitän Fabian Klos am Knie verletzte und früh raus musste; Sven Schipplock fand sich neben Andreas Voglsammer im Angriff ein (13.). Es sollte für eine sehr lange Zeit die aufregendste Szene der Partie bleiben. Außer langen Bällen in die Spitze hatten sowohl Aue als auch die Blauen wenig in petto. Den Arminen war die Verunsicherung der drei Niederlagen in Serie durchaus anzumerken, Kapital konnte Aue daraus nicht schlagen. Nach dem torlosen ersten Abschnitt machten die Blauen zunächst den bemühteren Eindruck, die beste Chance hatte jedoch Aue. Hochscheidt ließ Cedric Brunner auf der linken Seite alt aussehen, legte in den Rücken der Abwehr auf Bertram, der direkt abzog - allerdings hauchdünn am kurzen Pfosten vorbei (53.). Das Spiel plätscherte wieder vor sich hin, bis Hochscheidt die Zuschauer in Minute 66 aus den Sitzen riss! Der Neuzugang aus Braunschweig verarbeitete einen der vielen langen Bälle von Kempe gekonnt, behauptete sich gegen Stephan Salger und zog aus dem Lauf über den verdutzten Klewin und unter die Latte ins Tor ab - ein Treffer aus dem absoluten Überhaupt-Nichts, und ein Treffer mit Wirkung. Eine Reaktion der Blauen blieb aus. Saibene versuchte es zwar noch mit offensiven Wechseln, doch der DSC brachte schlichtweg keine Torchance zustande und ging am Ende zum vierten Mal am Stück als Verlierer vom Feld. Aue dagegen distanziert sich etwas von den Abstiegsrängen. Der DSC empfängt zunächst am Mittwoch (20.45 Uhr) in der zweiten DFB-Pokal-Runde den MSV Duisburg, bevor es am Sonntag (13.30 Uhr) gegen St. Pauli in der Liga weitergeht.


10. Spieltag
21.10.2018 Arminia Bielefeld - SpVgg. Greuther Fürth 2:3 (2:0)

Die SpVgg Greuther Fürth hat sich mit 3:2 bei Arminia durchgesetzt. Dabei drehten die Franken einen 0:2-Pausenrückstand, schlugen erst innerhalb von drei Minuten zurück und gingen dann durch Matchwinner Mohr in Führung. Arminia-Coach Jeff Saibene nahm nach der 0:1-Niederlage beim VfL Bochum zwei Startelf-Veränderungen vor: Brian Behrendt und Andreas Voglsammer ersetzten Julian Börner und Max Christiansen (beide Bank). Börner saß zum ersten Mal nach 99 ligaübergreifenden Startelf-Einsätzen auf der Bank. Fürths Trainer Buric tauschte nach dem 1:1 gegen Jahn Regensburg einmal Personal aus: Green nahm nach seiner anstrengenden Länderspielreise für die USA auf der Bank Platz. Für ihn begann Gugganig, der nach seiner Gelbsperre wieder spielberechtigt war. Fürth hatte in der Anfangsphase die größeren Spielanteile, der DSC überließ den Gästen auch den Ball, lauerte dafür auf Umschaltmöglichkeiten. Allerdings blieben die Bemühungen beider Seiten überschaubar. Die Arminia hatte durch Nils Seufert (7.) und Fabian Klos, der SpVgg-Keeper Burchert mit einem Dropkick zu einer Parade zwang (10.), die ersten Chancen. Ansonsten fehlte das Tempo, sodass sich eine höhepunktarme, von Taktik geprägte Partie entwickelte. Nach etwas mehr als einer halben Stunde gewann das Spiel aber an Fahrt - durch einen Treffer der Blauen. Stefan Ortega Moreno führte einen Abstoß aus, Voglsammer setzte sich im Duell gegen Ernst durch und verlängerte den Ball mit den Haarspitzen in den Lauf von Jóan Símun Edmundsson, dessen flacher Linksschuss im Tor einschlug (31.). Nur vier Minuten später legte der DSC nach: Nach einer Ecke klärten die Gäste nur unzureichend, Stephan Salger nahm eine schwache Kopfballabwehr an der Strafraumkante direkt und traf mit platziertem Linksschuss zum 2:0 (35.). Nun war Fürth, das den verletzten Atanga kurz vor dem zweiten Gegentor auswechseln musste, gefordert. Reese wurde erst geblockt, dann vereitelte Ortega einen Fallrückzieher des Ex-Schalkers mit einer starken Parade (38.). Nach dem Seitenwechsel waren die Arminen dem dritten Tor näher: Caligiuri ließ sich als letzter Mann kurz vor dem Strafraum den Ball von Voglsammer klauen. Der zog nach links, schoss die Kugel dann aber neben das Tor, statt in das Gehäuse. SpVgg-Keeper Burchert hatte den Winkel aber verkürzt (49.). Der Fehlschuss sollte sich rächen. Denn zwei Minuten später schlug Fürth zu. Der DSC verteidigte im Strafraum schlafmützig, Ernst konnte den Ball trotz vierfacher Bewachung zu Reese bringen, dessen Schuss von Behrendt abgefälscht im Kasten landete (51.). Plötzlich wieder im Spiel legten die Gäste nur drei Minuten später nach: Reeses scharfe Flanke nahm Florian Hartherz an, statt sie wegzuschlagen. Mohr setzte nach und spitzelte den Ball über die Linie (54.). Nun verfielen beide Seiten in das vom Spielanfang bekannte Muster: Wenig Risiko, wenig Tempo. Fürth hätte in Person von Mohr sogar die Führung erzielen können, Ortega parierte aber konzentriert (62.). Danach tat sich auf beiden Seiten wenig, auch weil zahlreiche Wechsel und Unkonzentriertheiten den Spielfluss unterbrachen. Dann schlugen die Franken erneut eiskalt zu: Arminia war weit aufgerückt, das Buric-Team wusste das auszunutzen, indem Wittek einen Pass in den Lauf von Mohr spielte, der ohne Mühe auf 3:2 stellte (82.). Nun warf der DSC noch einmal alles nach vorne, agierte aber entweder zu umständlich oder scheiterte am sich formierenden Fürther Bollwerk. Arminia ist am nächsten Samstag (13 Uhr) bei Erzgebirge Aue zu Gast.


9. Spieltag
05.10.2018 VfL Bochum - Arminia Bielefeld 1:0 (1:0)

Der VfL Bochum hat Arminia am Freitagabend mit 1:0 besiegt. Der Revierklub ging durch eine Einzelaktion von Weilandt in Front - und war dann ein ums andere Mal mit Fortuna im Bunde, denn die Arminen machten gehörig Druck, blieben im Abschluss allerdings glücklos. Etwa bei zwei Aluminiumtreffern. Bochums Coach Dutt nahm nach dem 2:3 in Heidenheim drei Änderungen an seiner Startelf vor: Für Leitsch (Leisten- und Oberschenkelbeschwerden), Losilla (Sperre) und Sam (Bank) rückten Gyamerah, Kruse und Maier in die Startelf. Arminias Trainer Jeff Saibene beließ es nach dem 1:3 gegen Köln bei zwei Wechseln: Anstelle von Anderson Lucoqui und Andreas Voglsammer (beide Bank) spielten Max Christiansen und Jonathan Clauss. Und Clauss war es auch, dem sich die erste Großchance der Partie bot: Der DSC spielte ihn auf der rechten Seite des VfL-Strafraums frei, er kam unbehelligt zum Abschluss, scheiterte aber ebenso an Riemann wie Florian Hartherz mit dem Nachschuss (2.). Wenig später lag der Ball auf der anderen Seite im Netz: Im Anschluss an einen Einwurf setzte Weilandt zu einem Solo an, ließ vier (!) Arminen stehen - und traf im zweiten Versuch per Kopf, nachdem Stefan Ortega Moreno seinen ersten Schuss noch pariert hatte (8.). In den ersten 45 Minuten hatten die Blauen zwar 58 Prozent Ballbesitz und 11:5 Torschüsse, allerdings mangelten es ihnen an Ideen und Durchschlagskraft. Bochum verteidigte geschickt - und nahm den 1:0-Vorsprung folglich mit in die Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel machte Arminia Druck, war nun aber zwingender in der Offensive. Eine Viertelstunde nach Wiederbeginn zog der eingewechselte Voglsammer aus dem Gewühl ab - und traf den Außenpfosten (60.). Auch wenn Hoogland kurz darauf nach einem Maier-Freistoß eine aussichtsreiche Kopfballchance ausgelassen hatte (64.), waren die Arminen obenauf. Der DSC dominierte das Spiel, blieb im Abschluss allerdings glücklos. Julian Börner scheiterte erst per Kopf an Riemann (68.), nach der folgenden Ecke am Pfosten (68.). Später landete Jóan Símun Edmundssons Heber neben dem VfL-Kasten (72.). Bochum sorgte erst in der Schlussphase für Entlastung, war aber in Person von Hinterseer (83.), Lee (84.) und Ganvoula (90.+3) nicht erfolgreich. Dennoch reichte es zum Heimsieg. Am nächsten Spieltag empfängt der DSC am Samstag den 20.10. (13 Uhr) die SpVgg Greuther Fürth.


8. Spieltag
29.09.2018 Arminia Bielefeld - Köln 1:3 (0:1)

Der 1. FC Köln hat die Tabellenführung im Unterhaus verteidigt. Am Freitagabend gewannen die Rheinländer mit 3:1 auf der Alm, dabei war der DSC über weite Strecken auf Augenhöhe. In der Offensive war Köln allerdings deutlich zwingender - und konnte sich einmal auf seinen Torjäger verlassen. Jeff Saibene änderte seine Startelf im Vergleich zum 2:1 in Darmstadt auf drei Positionen: Nils Seufert, Andreas Voglsammer und Fabian Klos (nach muskulären Problemen) rückten in die Mannschaft, Jonathan Clauss, Max Christiansen und Prince Osei Owusu saßen vorerst auf der Bank. Auch Kölns Coach Anfang entschied sich nach dem 2:1 gegen Ingolstadt für drei Neue: Bader, Koziello und Guirassy ersetzten Risse, Jannes Horn und Clemens, die sich zunächst mit der Reservistenrolle anfreunden mussten. In den ersten 45 Minuten sahen die Zuschauer auf der Alm zwar ein recht ausgeglichenes, intensiv geführtes Spiel - doch die Gäste waren in der Offensive etwas zwingender. Drexler scheiterte bei einer ersten guten Chance ebenso an Stefan Ortega Moreno (4.) wie Guirassy, als er Mitte der ersten Hälfte alleine vor dem Arminia Schlussmann auftauchte (22.). Arminia begegnete dem FC zwar auf Augenhöhe, ihre Abschlüsse waren aber weniger gefährlich. Julian Börner köpfte über das Tor (2.), später traf Voglsammer aus aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig (41.). Je länger die erste Hälfte dauerte, desto besser wurde Köln. Erst zählte ein Treffer von Terodde nicht, da Vorlagengeber Guirassy im Abseits gestanden hatte (32.), dann flankte Drexler von der linken Seite - und Terodde nickte ein (45.+1). So traf Kölns Angreifer im sechsten Spiel in Folge und feierte ein Jubiläum: Der Führungstreffer auf der Alm war bereits sein 100. Tor im 194. Spiel in der zweiten Liga. Auch nach Wiederbeginn betrieben die Blauen einen hohen Aufwand, ließ im letzten Drittel aber die Durchschlagskraft vermissen. Der FC verteidigte konsequent und kam immer wieder zu guten Chancen: Nach knapp einer Stunde dribbelte Drexler aus Abseitsposition alleine auf das Tor der Gastgeber zu, entschied sich aber für einen Querpass und gegen einen Schuss - Guirassy wurde abgegrätscht (57.). Die Arminia mühte sich redlich und lieferte Köln einen leidenschaftlichen Kampf, doch die individuelle Klasse von Terodde und Drexler machte letztlich den Unterschied: Der Ex-Kieler spielte den Ball nach einem neuerlichen Gegenstoß in den Rücken der Abwehr, dort lauerte Terodde und schob flach ein (70.). Nun schien die Partie entschieden, doch Joker Staude läutete mit seinem Anschlusstreffer - einem wuchtigen Flachschuss aus der zweiten Reihe - eine spannende Schlussphase ein (85.). Die Blauen rannten nun an, fingen sich letztlich aber den entscheidenden Konter: Drexler bediente den eingewechselten Cordoba, und der Angreifer behielt die Nerven - 3:1 und der dritte Assist für Drexler (90.+5). So feierte Köln den dritten Sieg in Folge. Der DSC tritt am kommenden Freitag (18.30 Uhr) in Bochum an.


7. Spieltag
17.09.2018 SV Darmsatdt 98 - Arminia Bielefeld 1:2 (0:0)

Der SV Darmstadt schien den Sieg schon eingefahren zu haben, da drehte Arminia die Partie spät und gewann mit 2:1 - und beendete damit eine lange Misere. Lange Zeit gaben die Blauen (Roten) den Ton an, ehe Sulu den SVD ansatzlos in Führung brachte. Der späte Doppelschlag war zwar glücklich, aber auch stark herausgespielt und über 90 Minuten gesehen nicht unverdient. Darmstadt-Trainer Dirk Schuster tauschte nach dem verheerenden 1:4 bei Dynamo Dresden zweimal aus: Rieder und Wurtz, die beide ihr Startelf-Debüt gaben, ersetzten Höhn und Mehlem. Jeff Saibene dagegen nahm nach dem 1:1 gegen Union Berlin gleich vier Änderungen vor: Für Nils Seufert, Patrick Weihrauch, Andreas Voglsammer und den wegen Oberschenkelproblemen in Bielefeld gebliebenen Fabian Klos rückten Anderson Lucoqui, Max Christiansen, Jonathan Clauss und Prince Osei Owusu in die Anfangsformation. Beide Mannschaften hatten etwas gut zu machen: Der SVD ging in Dresden unter, vier Gegentore gab es seit Schusters Rückkehr Ende 2017 noch nie. Arminia hingegen wartete seit neun Auswärtsspielen auf einen dreifachen Punktgewinn. Darmstadt begann aktiver, meist wurde Rechtsaußen Heller gesucht, und näherte sich über Jones (9.) erstmals dem Tor des DSC an. Frühe Dominanz konnte der SVD jedoch nicht in Zählbares ummünzen - besser machten es dagegen die Blauen: Sturmspitze Jóan Símun Edmundsson klopfte per Kopf an (20.), dann ließ Clauss ansatzlos das Gebälk erzittern, sein noch leicht abgefälschter 20-Meter-Schuss klatschte an den Querbalken - Heuer Fernandes wäre chancenlos gewesen (28.). Fünf Zeigerumdrehungen später musste sich der Schlussmann wieder gegen Edmundsson auszeichnen, stark wehrte Heuer Fernandes dessen Linksschuss aus der Drehung ab (33.). Während Darmstadt ein wenig den Faden verlor, jagte DSC-Kapitän Julian Börner eine schlecht geklärte Ecke über die Latte (41.), ehe er auf der Gegenseite mit einem Ballverlust Dursun in Szene setzte - per Grätsche bereinigte Börner in letzter Sekunde. An der Pfeife gab Müller sein Zweitliga-Debüt, nach 44 Minuten entschied er vertretbar auf Weiterspielen, als Florian Hartherz Sulu im Strafraum an den Arm schoss. Mit den schnellen Lucoqui und Owusu zogen die Blauen zu Beginn des zweiten Durchgangs das Tempo weiter an, für den Abschluss war abermals Edmundsson - harmlos mit der Hacke - zuständig (50.). Über zwei Standards, wenn auch ohne große Torgefahr, fanden die Darmstädter wieder in die Partie, die in der Folge aber mehr und mehr zerfahren wurde. In dieser Phase schien ein Torerfolg nur nach einem ruhenden Ball möglich - und so kam es auch. Dursun holte einen Freistoß heraus, den Kempe lang in die Spitze schlug. Dort löste sich Kopfballspezialist Sulu, der die Kugel in der Drehbewegung ins lange Eck schädelte - 1:0 (66.). Die Arminen ließen sich mit dem Gegentor etwas den Zahn ziehen und agierten offensiv nicht sehr zielgerichtet. Einen zweiten Ball jagte der eingewechselte Keanu Staude von der Strafraumgrenze einen knappen Meter drüber, einem Linksschuss des ebenfalls eingewechselten Roberto Massimo fehlte etwas später die Power. Als der 17-Jährige Massimo, von Edmundsson und Manuel Prietl eingesetzt, in der 90. Minute noch einmal die Chance bekam, brachte er das Spielgerät aus 13 Metern eiskalt im langen Eck unter. Doch damit nicht genug: Der überragende Edmundsson schickte auch Hartherz mit einem feinen Steilpass über links, der cool blieb und die Sensation perfekt machte (90.+3). Der SVD kassiert somit spät die erste Heimniederlage der Saison, die Arminia zieht an den Hessen vorbei, gewinnt nach neun sieglosen Auswärtsspielen wieder und rangiert vorübergehend auf dem vierten Tabellenplatz. Der DSC empfängt am Freitag (18.30 Uhr) den 1. FC Köln.


6. Spieltag
22.09.2018 Arminia Bielefeld - 1.FC Union Berlin 1:1 (0:1)

Der DSC und Union trennten sich 1:1. Im zähen ersten Durchgang nutzten die Eisernen die einzige echte Möglichkeit aus dem Spiel heraus mit Hilfe der Blauen zur Pausenführung. Der DSC brachte nach Wiederanpfiff mehr Wucht ins Angriffsspiel und belohnte sich in einem chancenarmen Duell mit dem Ausgleich. Jeff Saibene vertraute im Vergleich zum 0:0-Unentschieden beim 1. FC Magdeburg auf dieselbe Startformation. Auch Unions Coach Fischer sah nach dem 2:2-Unentschieden gegen den MSV Duisburg keinen Anlass für Veränderungen. Der DSC begann aktiv, zweimal blieben Elfmeterforderungen (Handspiel Hübner, 5., Zweikampf Friedrich gegen Voglsammer, 6.) ungehört. Die Eisernen attackierten meist erst auf Höhe der Mittellinie, gut organisiert verriegelten die lauernden Gäste den Zugang vor das eigene Tor. Weil die optisch überlegene Arminia im Spielaufbau Geduld walten ließ und kaum eine Lücke fand, entwickelte sich eine zähe Angelegenheit im Duell zweier diszipliniert agierender Mannschaften. Bis zur ersten Chance durch Patrick Weihrauch im Anschluss an eine Ecke dauerte es 21 Minuten. Dies blieb vorerst nur ein vereinzeltes Strohfeuer, es gelang den Kontrahenten in der Folge kaum, in die Tiefe zu spielen und so hinter die letzte Linie des Gegners zu kommen. Union versprühte zunächst ebenfalls nur nach Standards Gefahr: Gogias Abschluss war noch harmlos (31.), nach erneuter Trimmel-Ecke aber war Stefan Ortega Moreno mit dem Glück im Bunde, als Friedrichs Kopfball noch die Latte touchierte - gleichzeitig war dies im chancenarmen ersten Durchgang die bis dorthin beste Gelegenheit (38.). Die aus dem Spiel heraus klarste Aktion mündete schließlich in die Führung der Eisernen: Gogia wurde rechts freigespielt, drang in den Strafraum ein und flankte von der Grundlinie. Cedric Brunner, von Julian Börner behindert, brachte den Ball nur unzureichend weg, Prömel rauschte aus dem Hintergrund heran und schoss das Leder aus elf Metern flach und wuchtig an allen vorbei ins Netz - 2. Saisontor des Mittelfeldmanns (44.). Nach Wiederanpfiff war Arminia im Vorwärtsgang, die Hauptstädter aber verengten die Räume und verteidigten effektiv. Weil gegen leidenschaftliche Berliner kein Durchkommen war, reagierte Saibene erstmals und brachte Keanu Staude für Weihrauch (57.). Der DSC hatte viele Ballaktionen, blieb am Drücker - und belohnte sich gegen bei Kontern stets gefährliche Berliner für seinen Aufwand: Brunner behauptete den Ball am rechten Strafraumeck stark und flankte in den Fünfer, wo Gikiewicz auf der Linie verharrte und Andreas Voglsammer im Getümmel vor Trimmel einnickte - 1:1 (65.). Danach wogte die Partie hin und her, aber Chancenarmut blieb das Stichwort auch im zweiten Durchgang. Lediglich Fabian Klos (79.) und auf der anderen Prömel aus der Distanz (81.) versprühten noch etwas Gefahr. Es blieb beim 1:1, mit dem 1. FC seine gute Bilanz gegen die Blauen mit nun acht Remis und vier Siegen aus den letzten 13 Duellen erweiterte. Für Arminia geht es am Dienstag (18.30 Uhr) bei Darmstadt 98 weiter.


5. Spieltag
17.09.2018 1.FC Magdeburg - Arminia Bielefeld 0:0

Der 1. FC Magdeburg hat mit einem 0:0-Remis gegen Arminia erneut den ersten Zweitliga-Sieg seiner Vereinsgeschichte verpasst. In einer durchweg kurzweiligen und intensiven Partie hätten durchaus ein paar Tore fallen können, doch kompakte Defensivarbeit auf beiden Seiten beugten dem vor. Die Punkteteilung war dennoch leistungsgerecht. Magdeburgs Trainer Härtel änderte seine Startelf nach der 1:2-Niederlage bei Holstein Kiel auf drei Positionen: Brunst ersetzte Fejzic im Tor, zudem vertraten Niemeyer und Lohkemper Ignjovski und Türpitz. Auch Jeff Saibene nahm nach dem spektakulären 5:3-Heimsieg gegen Jahn Regensburg drei Änderungen vor: Für Jonathan Clauss, Brian Behrendt und Keanu Staude rückten der wiedergenesene Cedric Brunner, Stephan Salger und Patrick Weihrauch in die Anfangsformation. Der Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt fieberte dem ersten Zweitliga-Sieg seiner Vereinsgeschichte entgegen, die Arminia war gut aus den Startlöchern gekommen, hatte trotz zweier Heimsiege in der Ferne aber noch nicht gewinnen können. Die Blauen begannen forscher, den ersten guten Abschluss gab aber Magdeburgs Costly ab - der Winkel war jedoch zu spitz, um Stefan Ortega Moreno ernsthaft gefährden zu können (6.). Ab diesem Zeitpunkt erwachten auch die Hausherren, die eine tolle Kulisse hinter sich wussten. Nach elf Minuten zog Andreas Voglsammer erstmals ab, ebenfalls zu zentral. Acht Zeigerumdrehungen später wurde der Bayer von Fabian Klos gut eingesetzt, zog vor Keeper Brunst aber zu weit nach außen (19.). Die ersten 45 Minuten waren durchweg höchst intensiv. Arminia agierte balldominanter, der 1. FCM verteidigte aber gut und kam bestens in die Zweikämpfe. Vorne versuchte die Härtel-Elf immer wieder, Nadelstiche zu setzen: Rother fand trotz strammem und platziertem Distanzschuss seinen Meister in Ortega (27.). Der DSC wurde wieder gefährlich, als Manuel Prietl sich die Kugel auf dem rechten Flügel schnappte und Julian Börner hoch anspielte, der in zentraler Position ein Stück über den Querbalken köpfte (36.). Die spielerisch wertvollste Einlage bot Costly, der am rechten Strafraumeck Florian Hartherz und Weihrauch auswackelte, den aufmerksamen Ortega aber auch nicht überwinden konnte (38.). Die letzte gute Chance der ersten Halbzeit verbuchte Jóan Símun Edmundsson, der nach einer abgewehrten Ecke aus dem Rückraum das lange Eck verpasste (40.). Mit der Dynamik aus dem ersten begannen beide Mannschaften auch den zweiten Durchgang, das erste Raunen ging diesmal aber bei einer Arminia-Chance durchs Stadion: Weihrauchs Flanke landete über Umwege auf dem Kopf von Voglsammer, der aus wenigen Metern am glänzend reagierenden Brunst scheiterte (52.). In der Folge erlebte die Partie einen kleinen Durchhänger, der sich aber nur vorübergehend bemerkbar machte. Magdeburgs Niemeyer wurde die linke Außenbahn entlang geschickt, schlug von der Grundlinie eine Maßflanke auf Beck, der trotz exzellenter Position knapp vorbeiköpfte (61.). Niemeyer drang kurz darauf wieder in den Sechzehner ein, suchte dann aber zu sehr einen Elfmeterpfiff - den es von Schiri Günsch zu Recht nicht gab. Im Anschluss wurde das Spiel zerfahrener. Beide Offensivreihen taten sich schwer, auch, weil man den Defensivabteilungen ein Kompliment machen musste. Für den Aufsteiger klopfte Bregerie nochmals an, seine Direktabnahme vom Elfmeterpunkt im Nachgang an einen Freistoß wurde aber umgehend abgeblockt (79.) Bis zur letzten Aktion hatte das Spiel ein hohes Tempo, beide Mannschaften spielten auf Sieg, ein klarer Kopf fehlte jedoch. Für die in der Schlussphase wieder überlegenen Arminen temperierte Edmundsson ein Zuspiel im Sechzehner falsch (85.), wo Staude sich kurz darauf zu viel Zeit ließ (87.). Nach zuletzt zwei Partien mit drei Gegentreffern spielte die Arminia wieder zu null, ein Aspekt, der von Saibene und Co. positiv betrachtet werden kann. Ein Tor versäumten die DSC-Angreifer aber wie die der Mannen aus Sachsen-Anhalt, sodass Letztere weiter auf ihren ersten Zweitliga-Dreier warten müssen. Ein Treffer auf irgendeiner Seite hätte einen neuen Torrekord für einen Zweitliga-Spieltag dieser Dekade bedeutet, so blieb es bei der Einstellung der Rekordmarke von 35 Treffern. Der 1. FCM verbleibt auf Relegationsplatz 16, Arminia im Tabellenmittelfeld. Der DSC spielt am Samstag (13 Uhr) gegen den 1.FC Union Berlin.


4. Spieltag
01.09.2018 Arminia Bielefeld - SSV Jahn Regensburg 5:3 (3:2)

Arminia siegte auf der Alm gegen Regensburg mit 5:3. Ohne taktische Zwänge entwickelte sich vom Start weg ein Offensivspektakel mit Vorteilen für den DSC, der zur Pause gegen den defensiv anfälligen Jahn verdient führte. Doch der SSV kam entschlossen aus der Kabine, glich im nicht mehr so temporeichen zweiten Durchgang schnell aus und war danach der Führung nahe. Im Schlussspurt behielt dann aber die Arminia die Oberhand. Arminias Trainer Jeff Saibene ersetzte gegenüber der 0:3-Niederlage beim Hamburger SV Tom Schütz (Nasenbeinbruch) durch Neuzugang Jonathan Clauss (Startelfdebüt). Einen Personalwechsel gab es auch auf der anderen Seite: Jahn-Coach Beierlorzer setzte nach dem 0:0 gegen Holstein Kiel auf Nandzik anstelle des verletzten Correia (muskuläre Probleme). Start nach Maß für forsch beginnende Gäste: George flankte von rechts, Adamyan ließ volley abtropfen auf Grüttner, der sich gegen Julian Börner behauptete und aus der Drehung per Seitfallzieher und Aufsetzer aus zehn Metern sein erstes Saisontor erzielte (4.). Der DSC hatte zunächst Probleme, ins Spiel zu finden, war aber nach Andreas Voglsammers Chance und der folgenden Ecke zurück: Der von der Regensburger Abwehr vernachlässigte Börner stieg hoch und nickte halb mit dem Kopf und halb mit der Schulter ins rechte Eck ein (8.). Die Antwort des Jahn blieb trotz aussichtsreicher Doppelchance durch Saller und George aus (10.) - dafür kam der DSC gegen eine ungeordnete Gäste-Defensive so richtig ins Rollen. Voglsammer und Fabian Klos binnen Sekunden (14.) und wieder Klos (15.) näherten sich dem 2:1 an, das schließlich Voglsammer markierte, als die Saibene-Elf einmal mehr Regensburger Abwehrschwächen nach Clauss-Flanke zum 2:1 nutzte (17.). Das Tempo blieb hoch, die Blauen setzten weiter auf Offensive, die Oberpfälzer waren zwar ebenfalls um Angriffsaktionen bemüht, kamen aber kaum zum Zug. Der Ausgleich des Jahn war deshalb überraschend, George köpfte wie aus dem Nichts eine Adamyan-Flanke im Tiefflug ein (26.). Die Freude der Beierlorzer-Elf währte nur kurz. Ein Missverständnis sorgte postwendend für die erneute Führung des DSC: Manuel Prietl spielte eher planlos hoch in den Strafraum. Saller wollte zu Pentke zurückköpfen, überraschte aber den am linken Pfosten aufnahmebereiten Keeper mit seinem "Zuspiel", so dass der Ball rechts im eigenen Netz landete (28.). Nach halbstündigem Tempofußball und Chancen zuhauf nahm sich die Partie sodann bis zum Seitenwechsel eine Verschnaufpause. Mit dem schnellen Ausgleich meldete sich der Jahn im zweiten Durchgang zurück. Adamyan und George kombinierten sich in den Strafraum, den Querpass von Letzterem schoss Grüttner Richtung Tor. Freis blockte unfreiwillig und legte gleichzeitig auf, im zweiten Anlauf jagte der Mittelstürmer die Kugel aus acht Metern ins Netz (52.). Die Oberpfälzer blieben am Drücker, Adamyan blühte am rechten Flügel auf und Grüttner hatte frei vor Stefan Ortega Moreno die Topchance zum 4:3, scheiterte aber am Keeper (61.). Erst danach meldete sich Arminia zu Wort, Nils Seuferts Freistoß klatschte an die Latte (63.). Wer nun auf Seiten der Blauen auf eine Initialzündung gehofft hatte, sah sich vorerst getäuscht. Trotz frischen Kräften kam der DSC zunächst nicht mehr so recht zum Zug, stattdessen verhinderte Ortega gegen Adamyan bei einem Überzahlkonter der Gäste den Rückstand (73.). In der Endphase investierte die Saibene-Elf wieder mehr, aus der Distanz sorgten Florian Hartherz (74.) und Jóan Símun Edmundsson (79.) für Torgefahr. Das letzte Wort schien Klos zu haben, der Edmundssons Flanke im Luftduell mit Föhrenbach aus sechs Metern einnickte - 4:3 (88.)! Doch den Schlusspunkt setzte ein Joker: Pentke hatte beim letzten Aufbäumen des Jahn sein Tor verlassen und so nutzte Patrick Weihrauch den Befreiungsschlag von Hartherz nach Dribbling gegen Geipl zum Schlusspunkt (90.+4). Der DSC ist nach der Länderspielpause am Montag (17. September, 20.30 Uhr) beim 1. FC Magdeburg zu Gast.


3. Spieltag
27.08.2018 Hamburger SV - Arminia Bielefeld 3:0 (1:0)

Der Hamburger SV hat am Montagabend den ersten Zweitliga-Heimsieg seiner Vereinsgeschichte eingetütet: Die Rothosen schlugen Gerade Arminia mit 3:0. Im ersten Abschnitt hatte der Bundesliga-Absteiger aber einen echten Schock-Moment zu überstehen. HSV-Coach Titz nahm nach dem 5:3-Sieg im DFB-Pokal bei TuS Erndtebrück vier Veränderungen vor: Pollersbeck rückte für Mickel zurück zwischen die Pfosten, Bates verteidigte für St. Ambrosius. Davor feierte Kapitän Hunt seine Pflichtspielpremiere in dieser Saison. Lasogga begann für Arp. Arminias Trainer Jeff Saibene rotierte nach dem 5:0-Erfolg bei Lok Stendal zurück: Stefan Ortega Moreno hütete für Philipp Klewin das Tor, Brian Behrendt verdrängte Stephan Salger zurück ins zweite Glied. Im Mittelfeld begannen erwartungsgemäß Jóan Símun Edmundsson, Nils Seufert und Keanu Staude für Max Christiansen, Roberto Massimo und Patrick Weihrauch. Ganz vorne sollten Fabian Klos und Andreas Voglsammer anstelle von Sven Schipplock und Prince Osei Owusu für Torgefahr sorgen. Vom Anpfiff weg machten die Hamburger klar, dass es diesmal mit dem ersten Heimsieg klappen sollte. Und bereits nach neun Minuten führte der HSV: Nach einer Ecke hatte Ortega, von Bates und Lasogga leicht bedrängt, so seine Probleme. Das nutzte Holtby, der das Leder per Kopf über Arminias Keeper hinweg ins Netz hob - 1:0. In der Folge blieben die Rothosen dran und wollten gleich nachlegen, doch Lasogga verfiel bei seiner Chance in Hektik (16.). Mitte der ersten Hälfte schöpften die Blauen mehr Mut - und wurden beinahe belohnt: Florian Hartherz scheiterte mit einem tollen Freistoß am grandios reagierenden Pollersbeck (40.). Auch zwei Minuten später rückte der HSV-Keeper wieder in den Fokus, weil Verteidiger van Drongelen ein katastrophaler Fehlpass unterlief. Voglsammer hatte plötzlich nur noch den U-21-Europameister vor sich, der die Kugel mit beiden Händen abwehrte - vor dem Strafraum! Referee Arne Aarnink ließ weiterspielen, bei der Zentimeter-Entscheidung halfen auch Zeitlupen zur Aufklärung. So blieb es beim 1:0 zur Pause. Nach dem Seitenwechsel reagierte Titz erstmals, holte Ito vom Platz und brachte stattdessen Janjicic (46.). Kurz darauf schnupperte Narey am zweiten HSV-Tor, sein Schuss zischte aber am linken Pfosten vorbei (48.). Grundsätzlich waren es aber die Arminen, die den Takt vorgaben und um den Ausgleich bemüht waren. Zu wirklich zwingenden Chancen kam der DSC aber vorerst nicht - und dann musste auch noch Voglsammer verletzungsbedingt runter (Ex-Hamburger Schipplock ersetzte ihn, 59.). In der Folge wurde der HSV mal wieder etwas gefährlicher, wobei stets Narey mittendrin war: Erst konnte der ehemalige Fürther eine Hunt-Flanke nicht richtig verarbeiten, dann schnellte sein Distanzschuss über den Kasten von Ortega (63., 64.). Auf der Gegenseite eröffnete sich Staude aus dem Nichts die Chance zum 1:1, doch er zögerte schlichtweg zu lange beim Abschluss (67.). In der Schlussviertelstunde schlug dann die Stunde von Torjäger Lasogga, der den ersten Zweitliga-Heimsieg der Vereinsgeschichte unter Dach und Fach brachte: Erst jagte der bullige Angreifer die Kugel nach Vorbereitung von Hunt ins rechte untere Eck (76.), dann verwandelte er einen selbst herausgeholten Elfmeter eiskalt (88.). Beim 3:0 blieb es letztlich auch. Für den DSC geht es am kommenden Samstag (13 Uhr) weiter. Die Blauen wollen gegen Jahn Regensburg zurück in die Erfolgsspur.


DFB-Pokal 1. Hauptrunde
19.08.2018 1.FC Lok Stendal - Arminia Bielefeld 0:5 (0:1)

5:0 ist für eine erste DFB-Pokalrunde kein ungewöhnliches Ergebnis, doch für den Oberligisten 1. FC Lok Stendal hätte es nicht so eindeutig werden müssen. Lange hielten die Hausherren dagegen, doch letztlich waren die Sachsen-Anhalter offensiv zu ungefährlich und brachen in der Mitte der zweiten Hälfte ein. Lok Stendals Trainer Sven Körner nahm nach der 0:2-Niederlage in der NOFV-Oberliga Nord beim SC Staaken vier Veränderungen vor: Kühn, Erdmann, Werner und Schmidt starteten für Hey, Gödecke, Kiesse (alle drei Bank) und Salge (Außenbandverletzung). Arminias Trainer Jeff Saibene warf die Rotationsmaschine nach dem 2:1 gegen Dresden heftig an und wechselte auf acht Positionen: Philipp Klewin hütete statt Stephan Ortega Moreno(Bank) den Kasten, Patrick Weihrauch, Stephan Salger, Roberto Massimo, Max Christiansen, Tom Schütz, Sven Schipplock und Prince Osei Owusu ersetzten Brian Behrendt, Nils Seufert, Keanu Staude, Jóan Símun Edmundsson, Fabian Klos, Andreas Voglsammer (alle sechs Bank) sowie Cedric Brunner (verletzt). Die Blauen wurden bereits früh ihrer Favoritenrolle gerecht. Arminia übernahm die Spielkontrolle während Stendal sich tief in die eigene Hälfte stellte und versuchte, möglichst lange die Null zu halten. Dieses Vorhaben glückte allerdings nicht allzu lange. Nach zwei Annäherungsversuchen (8. und 10.) brachte Owusu die Kugel beim dritten Versuch im Tor unter. Schipplock legte eine Schütz-Ecke auf den deutsch-ghanaischen Stürmer ab, der aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung einschob (11.). Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs behielt der DSC die Oberhand, schaffte es allerdings nicht, zu erhöhen. Somit war noch nichts verloren für Stendal, das in der ersten Hälfte lediglich kleine Akzente - unter anderem durch Buschke (40.) - verzeichnen konnte. Die schlechte Chancenverwertung, die sich der DSC im ersten Abschnitt ankreiden lassen musste, änderte sich im zweiten Durchgang radikal. Nach einigen guten Gelegenheiten durch Schipplock (51. und 53.) sowie Manuel Prietl (51.) markierte der Torschütze des 1:0 seinen zweiten Treffer des Nachmittags. Owusu schoss den Abpraller eines starken Massimo-Solos eiskalt zum 2:0 ein (61.). Der Knoten war anscheinend geplatzt und Stendals bislang stabil scheinendes Bollwerk fing an zu bröckeln. Binnen acht Minuten wurde das Ergebnis auf 5:0 angehoben. Zunächst staubte Schipplock nach einem Fehler von Lok-Schlussmann Kycek ab, dann brachte Werner den Doppeltorschützen Owusu im Sechzehner zu Fall - Schiedsrichter Dietz zeigte auf den Punkt (65.). Standard-Spezialist Schütz trat an, verpasste seine Chance auf einen Treffer erstmals, schob dann aber den Nachschuss seines vergebenen Elfmeters ein (66.). Nur zwei Minuten später ging Mahrhold den eingewechselten Staude unsanft im Strafraum an. Der Unparteiische entschied erneut auf Strafstoß. Der HSV-Neuzugang Schipplock trat dieses Mal an den Punkt und sicherte sich nach Owusu den zweiten Doppelpack der Partie (69.). In der Schlussphase war die Luft raus, das Spiel plätscherte so vor sich hin und Arminia ging mit einem hochverdienten 5:0 aus dem Spiel als Sieger hervor.


2. Spieltag
11.08.2018 Arminia Bielefeld - SG Dynamo Dresden 2:1 (2:0)

Arminia hat das erste Heimspiel der Saison mit 2:1 gegen Dynamo Dresden gewonnen, musste aber vor allem in der Schlussphase mächtig zittern. In einem umkämpften Spiel erwischten die Arminen zwar den besseren Start und lagen zur Pause bereits komfortabel in Führung, doch nach dem Seitenwechsel wachten die Sachsen auch aufgrund eines taktischen Kniffs auf - und wären beinahe belohnt worden. Arminias Trainer Jeff Saibene verzichtete nach dem 1:1 in Heidenheim zum Ligastart auf personelle Änderungen. Dagegen musste Dresdens Coach Neuhaus im Vergleich zum 1:0-Auftaktsieg gegen Duisburg einen Tausch vornehmen: Für den verletzten Kapitän Hartmann (Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel) rückte Benatelli in die Startelf. Ebert übernahm die Binde. In der ALM bekamen die Zuschauer zu Beginn zwei motivierte und engagierte Mannschaften zu sehen, die sich ein intensives und ausgeglichenes Duell lieferten. Die Rollenverteilung dabei war eher klassisch: Arminia war um die Initiative bemüht und hatte den Ball häufiger, Dresden agierte eher abwartender. Defensiv gaben sich beide Kontrahenten lange Zeit kaum eine Blöße, was letztlich dazu führte, dass klare Chancen praktisch nicht zu sehen werden. Erstmals gefährlich wurde es nach elf Minuten, als Hamalainen den Ball vertändelte und dann froh gewesen sein dürfte, dass Andreas Voglsammer das nicht bestrafte. Das allein auf die starken Abwehrreihen zurückzuführen, wäre aber nur die halbe Wahrheit, denn vorne fehlten hüben wie drüben lange Zeit zündende Ideen. Dynamo kam nach einem Freistoß über Duljevic zu einer Halbchance (19.) und blieb ansonsten offensiv weitgehend harmlos. Besser stellten sich die Arminen an, die mit langen Diagonalbällen die gegnerische Dreierreihe ein ums andere Mal in die Bredouille brachten. Ganz besonders wirkungsvoll geschah dies nach 27 Minuten: Voglsammer erlief einen halbherzigen Kopfball von Müller und hatte dann das Auge für Jóan Símun Edmundsson. Der Färinger bedankte sich und traf gekonnt ins linke Eck - 1:0. Für die SGD kam es noch dicker: Nachdem Keanu Staude knapp verzogen hatte (30.), spielten die Blauen einen Konter blitzsauber über Manuel Prietl, Staude und Edmundsson aus, Fabian Klos vollendete mustergültig und stellte auf 2:0 (33.). Postwendend wäre den Sachsen beinahe der Anschluss geglückt, doch Duljevic verzog knapp (35.). Weil es auch Voglsammer etwas später nicht besser machte (39.) und Dynamos Röser in letzter Sekunde geblockt wurde (45.+1), blieb es bei der auch in der Höhe verdienten 2:0-Pausenführung des DSC. Neuhaus reagierte in der Halbzeit und brachte Nikolaou für den zweiten Durchgang. Müller blieb dafür draußen. Der Tausch ging mit einem Systemwechsel einher, denn Dresden spielte fortan mit einer Viererkette - 4-3-3 statt 3-4-3. Damit bekamen die Sachsen auch mehr Stabilität in ihr Spiel und schafften es zudem, die Begegnung wieder etwas offener zu gestalten. Koné setzte obendrein auch noch die erste Duftmarke nach dem Seitenwechsel (57.), ehe Cedric Brunner verletzungsbedingt für Patrick Weihrauch ausgewechselt werden musste (62.). Insgesamt kam das Spiel aber recht zäh daher, viele Zweikämpfe und zahlreiche Fouls führten immer wieder zu Spielunterbrechungen, der Spielfluss wurde in dieser Phase erheblich gestört. Klare Torchancen? Nicht zu sehen! Erst Voglsammers Freistoß, der nur knapp danebenging, fungierte ein wenig als Weckruf (66.). Danach wurde die Partie wieder lebhafter - zugleich aber auch hektischer. In dieser Phase feierte Arminias Neuzugang Sven Schipplock sein Ligadebüt (70.), für die Aufreger sorgten allerdings andere: So wurde Röser in letzter Sekunde entscheidend gestört (71.), ehe Schiedsrichter Jablonski zum Verdruss der Gäste ein körperbetontes Einsteigen von Julian Börner an Koné für nicht strafstoßwürdig hielt. Sekunden danach traf Koné per Kopf nur das Außennetz (72.). Dramatisch wurde es in der Schlussphase. Zuerst erzielte der eingewechselte Berko mit seinem ersten Ballkontakt den Anschluss (86.), ehe aus DSC-Sicht das große Zittern begann. Gleich zweimal bot sich den Gästen die Chance zum Ausgleich: Weil aber Dumic aus kürzester Distanz in Stefan Ortega Moreno seinen Meister fand (90.+1) und Nikolaou nur den rechten Pfosten traf (90.+2), retteten sich die Arminen über die Zeit. Am kommenden Wochenende steht für beide Klubs die 1. Runde im DFB-Pokal auf dem Programm: Der DSC tritt dabei am Sonntag (15.30 Uhr) bei Lok Stendal an.


1. Spieltag
05.08.2018 1.FC Heidenheim - Arminia Bielefeld 1:1 (1:1)

Der 1. FC Heidenheim und Arminia haben sich zum Saisonauftakt 1:1 getrennt. In einer insgesamt zähen und ereignisarmen Partie sorgte einzig ein Doppelschlag kurz vor der Pause für etwas Aufsehen. Die Heidenheimer Führung durch Schnatterer hatte dabei nur kurz Bestand. Heidenheims Trainer Frank Schmidt setzte auf eine 4-2-3-1-Formation. Mit Dorsch auf der Doppelsechs an der Seite von Griesbeck begann nur ein Neuzugang von Anfang an. Links verteidigte Steurer, auf dem linken Flügel startete Skarke. Arminia-Coach Jeff Saibene bot sein Team im 4-4-2 auf. Mit Nils Seufert (zentrales Mittelfeld), Jóan Símun Edmundsson (rechter Flügel) und Cedric Brunner (Rechtsverteidiger) standen drei Neuzugänge in der Startelf. Im Sturm sollten es Andreas Voglsammer und Fabian Klos richten. Die Blauen fanden besser in das Spiel und kamen zu den ersten Torannäherungen. Nach einem riskanten Rückpass von Schnatterer wäre Voglsammer beinahe zur Stelle gewesen (2.), Florian Hartherz (8.) und erneut Voglsammer (11.) sorgten für die ersten Abschlüsse. Dann legte auch der FCH seine Zurückhaltung ab und spielte mutiger nach vorne. Schnatterer verzog in der 17. Minute, kurz darauf zwang Glatzel Stefan Ortega Moreno zu einer Parade (18.). Es entwickelte sich danach ein Spiel auf Augenhöhe. Das allerdings ging auf Kosten des Offensivspiels. Weil sich beide Teams im Mittelfeld nahezu komplett neutralisierten und Vorstöße klug und zur Not mit kleineren Foulspielen zu unterbinden wussten, entstand kaum Torgefahr. Einzig ein Schnatterer-Freistoß, der knapp über dem Kasten landete, sorgte in dieser Phase für etwas Aufsehen (35.). Dann klingelte es vor der Pause gleich zweimal: Zunächst schickte Glatzel Dovedan mit einem Schnittstellenpass nach vorne. Weil die Abseitsfalle des DSC misslang, liefen plötzlich drei Heidenheimer frei auf das Tor zu. Der Österreicher musste nur auf Schnatterer legen, der zur Führung einschob (44.). Im direkten Gegenzug fand Arminia aber sofort die Antwort: Hartherz flankte und fand auf Höhe des zweiten Pfostens den freistehenden Edmundsson, der zum 1:1 traf (45.). Es war der erste Treffer eines Spielers von den Färöer Inseln im deutschen Profifußball. Beide Trainer verzichteten auf Wechsel zur Pause. Nach dem Seitenwechsel war der DSC wieder die etwas bessere Mannschaft. Manuel Prietl hatte die Führung auf dem Fuß, seinen Schuss lenkte Müller aber noch gerade so an den linken Pfosten (49.). Voglsammer scheiterte kurz danach mit einem strammen Schuss auf das rechte Eck (53.). Heidenheims erste Möglichkeit ließ bei schweißtreibenden Temperaturen bis zur 68. Minute auf sich warten. Dann schlenzte Skarke den Ball nach einem Eckstoß um Zentimeter am rechten Kreuzeck vorbei. Es entwickelte sich danach eine zähe Partie ohne nennenswerte Höhepunkte. Der eingewechselte Patrick Weihrauch scheiterte noch einmal an FCH-Keeper Müller (77.). Auf der Gegenseite fing Ortega einen frechen Versuch des ebenfalls ins Spiel gekommenen Lankford aus spitzem Winkel ab (86.). So blieb es bis zum Schluss beim insgesamt gerechten 1:1. Die Blauen begrüßen am Samstag (15.30 Uhr) Dynamo Dresden.


 
 

[Home] [News] [Berichte] [Spielplan] [Gästebuch] [E-Mail] [Impressum]

Nach Oben